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Wie sich Narzissmus, Machiavellismus und Soziopathie (Dunkle Triade) in der modernen Gesellschaft ausbreitet

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung
Die Dunkle Triade der Persönlichkeitsmerkmale bezeichnet eine Kombination aus drei Eigenschaften: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie. Diese Persönlichkeitsmerkmale werden oft als manipulativ, gefährlich und rücksichtslos beschrieben und können in vielen Fällen zu negativen Auswirkungen wie schwere psychische Schäden, Selbstverletzung bis hin zum Suizid führen bei Opfern.
Publikation

Was ist die Dunkle Triade eigentlich?

Die sogenannte Dunkle Triade ist ein Begriff aus der Persönlichkeitspsychologie, der sich auf drei Persönlichkeitsmerkmale bezieht: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie. Diese Merkmale sind bekannt dafür, dass sie bei Menschen, die sie in hohem Maße aufweisen, oft zu antisozialem und egozentrischem Verhalten führen.

 

Welche Forschungen waren die wichtigsten?

Die Dunkle Triade wurde erstmals in den 1990er Jahren von dem Persönlichkeitspsychologen Paulhus und seinem Kollegen Williams erforscht. Die beiden Wissenschaftler stellten fest, dass diese drei Merkmale oft miteinander korrelieren und dass sie gemeinsam ein Persönlichkeitsprofil bilden, das von einer egozentrischen, manipulativen und oft auch gefühlskalten Haltung geprägt ist.

 

Die wichtigsten Ergebnisse in der frühen Forschung zur Dunklen Triade

In der frühen Forschung zur Dunklen Triade wurde untersucht, welche Auswirkungen diese Persönlichkeitsmerkmale auf das Verhalten von Menschen haben können. Es zeigte sich, dass Menschen mit einer hohen Ausprägung dieser Merkmale oft eine Tendenz zu antisozialem Verhalten, Betrug und Manipulation haben. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass diese Menschen oft auch emotional distanziert und wenig empathisch sind.

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Was haben spätere Studien zum Thema herausgefunden

Spätere Studien zur Dunklen Triade haben gezeigt, dass diese Persönlichkeitsmerkmale oft bei Menschen zu finden sind, die in beruflichen Positionen mit viel Macht und Einfluss arbeiten. Dies liegt daran, dass die Eigenschaften, die mit der Dunklen Triade verbunden sind, oft als Vorteil in solchen Positionen angesehen werden, da sie es den Menschen ermöglichen, ihre Ziele mit wenig Rücksicht auf andere zu erreichen.

 

Warum ist die Dunkle Triade in der heutigen Gesellschaft alltäglich?

In der heutigen Gesellschaft ist die Dunkle Triade alltäglich geworden, da sie oft als »notwendig« angesehen wird, um in vielen Bereichen des Lebens erfolgreich zu sein. Menschen, die diese Merkmale in hohem Maße aufweisen, sind oft in Führungspositionen oder in der Politik zu finden. Allerdings kann ein übermäßiges Ausmaß an Dunkler Triade zu Konflikten und negativen Auswirkungen auf das soziale Umfeld führen. Es gibt immer öfters sogenannte Coachings, die eine bewusste Förderung der Dunkel Triade für das berufliche Weiterkommen anpreisen. Leider geht dies immer auf Kosten unschuldiger Opfer, die darunter leiden.

 

Was sind die drei Persönlichkeitsmerkmale der Dunklen Triade

Narzissmus

  • Was ist Narzissmus?

Narzissmus ist ein Persönlichkeitsmerkmal, bei dem eine Person ein übertriebenes Gefühl von Selbstwertgefühl und Wichtigkeit hat. Eine Person mit Narzissmus denkt oft, dass sie besser ist als andere und verdient es, besonders behandelt zu werden. Sie haben auch oft den Wunsch, bewundert oder bewundert zu werden und können sich überlegen oder arrogant verhalten.

  • Die zwei Arten von Narzissmus

Es gibt zwei Arten von Narzissmus: primärer und sekundärer Narzissmus. Primärer Narzissmus ist ein gesundes Maß an Selbstwertgefühl und Selbstliebe. Eine Person mit primärem Narzissmus hat ein positives Selbstbild und kann gut mit anderen interagieren. Sekundärer Narzissmus ist eine Persönlichkeitsstörung und wird als Teil der narzisstischen Persönlichkeitsstörung betrachtet. In der Psychoanalyse nach DSM-5 wird der Narzissmus in pathologischer Hinsicht (Narzisstische Persönlichkeitsstörung) noch weiter aufgeteilt.

Einerseits gibt es den „Klassischen Narzissten“, der geprägt ist von Grandiosität und Selbstverherrlichung und unbeirrten, eigenwilligen, exhibitionistischen, dickhäutigen und phallischen Verhalten. Dieser Typus wird häufiger bei Männern diagnostiziert.

Der zweite Typus wird als „Verdeckter Narzissmus“ definiert und wird in den meisten Fällen bei Frauen, daher wird er auch weiblicher Narzissmus“ genannt, diagnostiziert. Dieser Typus ist geprägt von Verletzlichkeit, Überempfindlichkeit, Verschlossenheit und Dünnhäutigkeit. Oft sind sehr starke Tendenzen von Heuchelei vorherrschend, um die Manipulation zu verstecken und in die vermeintliche Opferrolle zu treten.

  • Welche Auswirkungen hat Narzissmus auf das Verhalten von Menschen?

Menschen mit Narzissmus haben oft Schwierigkeiten, sich in andere hineinzuversetzen und neigen dazu, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Sie können auch dazu neigen, sich in Konflikte und Machtkämpfe zu verwickeln, da sie ihre Meinungen und Wünsche als wichtiger betrachten als die anderer. Sie können auch Schwierigkeiten haben, langfristige Beziehungen aufrechtzuerhalten, da sie dazu neigen, andere als unbedeutend zu betrachten und sich nur für diejenigen zu interessieren, die ihnen etwas bieten können.

 

Machiavellismus

  • Was ist Machiavellismus?

Machiavellismus ist ein Persönlichkeitsmerkmal der Dunklen Triade, das nach dem italienischen Philosophen Niccolò Machiavelli benannt wurde. Menschen mit hohen Machiavellismus-Werten sind oft manipulativ und nutzen andere Menschen aus, um ihre eigenen Ziele zu erreichen.

  • Wie äußert sich Machiavellismus?

Machiavellismus äußert sich in verschiedenen Verhaltensweisen. Menschen mit hohen Machiavellismus-Werten sind oft sehr selbstbewusst und charismatisch. Sie können sehr überzeugend sein, wenn es darum geht, andere Menschen zu manipulieren oder zu täuschen. Sie haben oft keine Skrupel, andere Menschen zu betrügen oder auszunutzen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen.

  • Welche Auswirkungen hat Machiavellismus auf das Verhalten von Menschen?

Machiavellismus kann sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. Einerseits können Menschen mit hohen Machiavellismus-Werten sehr effektiv darin sein, ihre Ziele zu erreichen, da sie oft sehr gut darin sind, andere Menschen zu manipulieren und auszunutzen. Andererseits kann ihr Verhalten dazu führen, dass sie sich unbeliebt machen und langfristig negative Konsequenzen erleiden, wenn sie von anderen als betrügerisch oder unehrlich wahrgenommen werden. Menschen mit hohen Machiavellismus-Werten haben oft auch Schwierigkeiten, langfristige Beziehungen aufzubauen, da sie aufgrund ihres Verhaltens Schwierigkeiten haben, das Vertrauen anderer Menschen zu gewinnen.

 

Psychopathie / Soziopathie

  • Was ist Psychopathie / Soziopathie?

Psychopathie und Soziopathie gehören zu den Persönlichkeitsstörungen. Sie beschreiben Verhaltensmuster von Menschen, die mit einem extremen Mangel an Empathie und einem hohen Maß an Risikobereitschaft und Impulsivität einhergehen. Psychopathie wird als schwerwiegendere Form der Störung angesehen, während Soziopathie als weniger ausgeprägt betrachtet wird. Beide Störungen haben jedoch ähnliche Merkmale und sind in der Psychologie oft synonym verwendet.

  • Wie äußert sich Psychopathie / Soziopathie?

Psychopathen und Soziopathen zeigen oft eine Unfähigkeit zur Empathie, was bedeutet, dass sie Schwierigkeiten haben, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen oder nachzuempfinden. Sie können auch sehr impulsiv und risikobereit sein und tendieren dazu, ihren eigenen Vorteil über das Wohl anderer zu stellen. Darüber hinaus zeigen sie oft eine Tendenz zu antisozialem Verhalten, wie beispielsweise Diebstahl, Betrug und Gewalt und sie haben oft Schwierigkeiten, Beziehungen aufrechtzuerhalten und weisen oft ein geringes Verantwortungsbewusstsein auf.

  • Welche Auswirkungen hat Psychopathie / Soziopathie auf das Verhalten von Menschen?

Beide Störungsbilder können schwerwiegende Auswirkungen auf das Verhalten von Menschen haben, insbesondere wenn sie nicht behandelt werden. Diese Störungen können dazu führen, dass Betroffene impulsiv handeln und andere Menschen verletzen oder schädigen, ohne dabei Empathie oder Reue zu empfinden. Psychopathie und Soziopathie sind auch mit einer erhöhten Rate von kriminellem Verhalten verbunden und können dazu führen, dass Betroffene sich nicht an gesellschaftliche Normen und Regeln halten.

 

Dunkle Triade in zwischenmenschlichen Beziehungen

In der Psychologie bezieht sich die Dunkle Triade auf Merkmale, die sich in der Regel in zwischenmenschlichen Beziehungen manifestieren und zu negativen Auswirkungen führen. Die Folgen für Opfer können in schweren psychischen Störungen oder bis in den Suizid führen.

 

Wie sich die Dunkle Triade, Narzissmus, Machiavellismus und Soziopathie in der modernen Gesellschaft ausbreitet
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Wie manifestiert sich die Dunkle Triade in Liebesbeziehungen, Freundschaften oder der Familie?

In Liebesbeziehungen zeigen Menschen mit der Dunklen Triade oft eine starke Anziehungskraft auf ihre Partner, indem sie charismatisch, charmant und manipulativ wirken. Ihr Interesse an einer Beziehung kann jedoch oft egozentrisch und opportunistisch sein, da sie den Partner nur als Mittel zum Zweck betrachten, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, ohne Rücksicht auf die emotionalen Gegebenheiten des anderen.

Freundschaften mit Personen, die Charaktereigenschaften der Dunklen Triade haben, wird oft eine Machtübernahme angestrebt, indem sie ihren Freunden falsche Versprechen machen und diese manipulieren, belügen und heucheln, um ihren eigenen Vorteil zu erreichen.

In Familien zeigen Personen mit der Dunklen Triade oft einen Mangel an Empathie, Fürsorge und Rücksichtnahme gegenüber ihren Familienmitgliedern. Sie können auch lügen und manipulieren, um ihre eigenen Bedürfnisse und Ziele durchzusetzen.

In allen drei zwischenmenschlichen Bereichen, ist das Ziel stets die eigenen Vorteile zu erreichen, zu dominieren, auszunutzen und auszubeuten in materieller, aber auch in emotionaler Hinsicht. Es zählt lediglich die Aufmerksamkeit, der Gewinn ohne Empathie oder Reue. Diese Verhaltensweise ist meistens geprägt durch die Manipulations-Taktik von „Gaslighting“. Anders formuliert „Was kann ich dem anderen nehmen, ohne was geben oder dafür machen zu müssen“. Häufig ist festzustellen, dass Personen mit der Dunklen Triade, sich ebenfalls aus der Verantwortung ziehen, sobald sie mit ihrem Verhalten konfrontiert werden. Das geht oft einher mit der modernen „Ghosting“ Bezeichnung und ist in jeder Hinsicht eine toxische Beziehung, unabhängig ob es nun in der Familie, in einer Liebesbeziehung oder eine Freundschaft ist.

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Auswirkungen der »Dunklen Triade« auf Kinder

Kinder, die von Eltern erzogen werden, die Merkmale der Dunklen Triade aufweisen, können ebenfalls negative Auswirkungen erfahren. Eltern mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen können sich nicht angemessen um ihre Kinder kümmern und vernachlässigen ihre Bedürfnisse. Sie können auch unangemessene oder sogar gefährliche Entscheidungen für ihre Kinder treffen und sie emotional manipulieren.

Kinder, die von solchen Eltern erzogen werden, können Schwierigkeiten haben, eine sichere Bindung aufzubauen und ihr eigenes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Sie können auch Schwierigkeiten haben, Beziehungen zu anderen Menschen und Vertrauen aufzubauen. Wenn die Kinder im Anschluss in die Pubertät und ins Erwachsenen Alter kommen, sind die psychischen Störung bereits so gravierend und tiefsitzend manifestiert, dass diese Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit ein Leben lang eine Therapie und / oder Mediakmente benötigen, um das eigene Leben liebevoll und glücklich zu führen.

 

Digitalisierung & Social Media – Dunkle Triade bedankt sich

Die Digitalisierung und Social Media haben unsere Art, miteinander zu kommunizieren und zu interagieren, radikal verändert. Doch wie hat diese Veränderung die Ausprägung und Auswirkungen der Dunklen Triade beeinflusst? Darauf möchten wir in diesem Abschnittnun genauer eingehen.

 

Wie hat die Digitalisierung die Dunkle Triade beeinflusst?

Die Digitalisierung hat es Menschen mit einer hohen Ausprägung der Dunklen Triade erleichtert, ihre negativen Persönlichkeitsmerkmale auszuleben. So bieten zum Beispiel soziale Netzwerke und Online-Plattformen eine bequeme Möglichkeit, ohne Hemmungen und Konsequenzen andere Menschen zu manipulieren, zu belügen, zu beleidigen oder gar zu diskriminieren und zu deformieren. Gerade „Celebrities“, also Prominete Personen nutzen diese Möglichkeit oft aus, um Schmutzkampagnen zu starten. Ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche, gesellschaftliche Manipulation, war die subtile Manipulation durch den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Verbindung mit der Stürmung des US-Amerikanischen Kapitols, nach der Niederlage seiner Wiederwahl zum Präsidenten.

 

Auswirkungen der Dunklen Triade auf Social Media

Die Dunkle Triade hat auf Social Media besondere Auswirkungen, da sie es Nutzern ermöglicht, sich selbst als besonders erfolgreich, attraktiv und dominant zu inszenieren und somit eine verzerrte Welt zu schaffen. Narzissten nutzen Social Media gerne, um ihre Grandiosität und Überlegenheit zu präsentieren und bewundern zu lassen. Machiavellisten setzen das Medium ein, um ihre Ziele zu erreichen, andere Menschen zu manipulieren, ungeachtet der Auswirkungen. Psychopathen nutzen unteranderem die Anonymität und Distanz der digitalen Welt, um anderen Menschen zu schaden ode sie aufzusüren für Gewaltanwendungen.

Es sind aber nicht nur die Möglichkeiten die vorhanden sind in der digitalen Welt, sondern auch die Unachtsamkeit, die Navität und leider auch oft die Verantwortungslosigkeit jedes Einzelnen, in dem das ganze Leben öffentlich gestellt wird für Klicks, Followers oder Einnahmen. Viele Influnencer fördern dieses Verhalten und das verzerrte Bild ungebremst für alle anfälligen Personen. Gerade Kinder, können in diesem Zusammenhang nicht nur Opfer der Gesellschaft werden, sondern ebenfalls Opfer von sexuellem Missbrauch, Vergwaltigung bis hin zum Mord.

 

Wie beeinflusst die Dunkle Triade Online-Dating?

Online-Dating-Plattformen sind ein Eldorado für Menschen mit einer hohen Ausprägung der Dunklen Triade. Sie nutzen die Plattformen, um gezielt nach potenziellen Opfern zu suchen und diese zu manipulieren. Insbesondere Narzissten nutzen Online-Dating-Plattformen, um Bewunderung und Bestätigung zu erhalten. Sie wählen ihre Partner gezielt nach deren Attraktivität und Status aus, um sich mit ihnen zu schmücken. Personen die an Psychopathie oder Soziopathie leiden, nutzen die Plattformen oftmals aus, in dem sie Personen aufgrund einer Ähnlichkeit zu Menschen aus der eigenen Kindheit suchen, mit der festen Überzeugung diese dann zu bestrafen für die Erlebnisse aus der eignen Kindheit, die oftmals sehr schwer war.

 

Wie sich die Dunkle Triade, Narzissmus, Machiavellismus und Soziopathie in der modernen Gesellschaft ausbreitet
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Was kann jeder Einzelne tun und in welcher Verantwortung stehen wir als Gesellschaft?

Die Dunkle Triade und andere Persönlichkeitsstörungen können negative Auswirkungen auf das zwischenmenschliche Zusammenleben für uns alle haben. Um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken und eine gesunde und positive Gesellschaft aufzubauen, ist jeder Einzelne gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Das wir alle hin und wieder Fehler machen, andere Menschen emotional verletzen oder enttäuschen, ist völlig normal. Wenn diese Verhaltensweisen jedoch kontinuierlich sind oder gar ein steigendes Wachstum haben in der Häufigkeit, ist Vorsicht geboten.

Zwischenmenschliche Beziehungen

Im Umgang mit Personen, die Anzeichen einer Persönlichkeitsstörung zeigen, ist es wichtig, bestimmte Verhaltensweisen zu berücksichtigen. Ein einfühlsamer Umgang und klare Grenzen können dazu beitragen, dass die Beziehungen stabil bleiben. In jedem Fall sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, da alle Bereiche der Dunkeln Triade gefährlich und zerstörerisch für die Mitmenschen sind.

Bei der Entstehung von Persönlichkeitsstörungen spielen oft auch familiäre Faktoren eine Rolle. Hier ist es wichtig, frühzeitig auf Anzeichen zu achten und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch die Förderung von emotionaler Intelligenz und sozialen Kompetenzen kann dazu beitragen, dass Beziehungen auf Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt stattfinden.

In der digitalen Welt

Die digitalen Medien bieten eine große Plattform für zwischenmenschliche Beziehungen, können aber auch zum Nährboden für ungesunde Verhaltensmuster werden. Um hier gegensteuern zu können, sollten individuelle Grenzen und Selbstschutzmechanismen geschaffen werden. Eine bewusste Nutzung von Social-Media-Plattformen und ein kritischer Umgang mit Nachrichten und Informationen sind wichtige Faktoren, um den Einfluss von Persönlichkeitsstörungen in der digitalen Welt zu minimieren. Des Weiteren sind Regulierungen durch Gremien oder der Politik notwendig, damit nicht jeder eine Bühne erhält, der getrieben ist durch Profit, Macht oder Zerstörung.

Gerne empfehlen wir an dieser Stelle einige Filme die das Thema aufgreifen und behandeln:

  • Gefangen im Netz – Thematik: Gefahren für Minderjährige im Internet und Social Media
  • The Lie – Soziopathissches Verhalten mit schweren Folgen
  • Tiefe Wasser – Ein parade Beispiel der Dunklen Triade
  • Trust – Die Auswirkungen der Vernachlässigung von Kindern in Verbindung mit sexuellem Missbrauch
  • Split – Eine meisterhafte Darstellung einer Multiplen Persönlcihkeitsstörung und die Auswirkungen auf Unschuldige

 

Auch die Gesellschaft als Ganzes trägt eine Verantwortung, um Persönlichkeitsstörungen zu bekämpfen. Hier sind vor allem präventive Maßnahmen und eine Sensibilisierung für die Thematik wichtig. Auch die Förderung von emotionaler Intelligenz und sozialen Kompetenzen kann dazu beitragen, dass eine gesunde und positive Gesellschaft entsteht. Letztendlich müssen alle Menschen gemeinsam daran arbeiten, eine Umgebung zu schaffen, in der zwischenmenschliche Beziehungen auf Vertrauen, Respekt und Menschlichkeit basieren.

 

Persönliche Anekdote des Autors

So gut die Digitalisierung auch ist, sie ist immer nur so gut wie derjenige, der sie benutz und einsetzt. Es ist ein Armutszeugnis der menschlichen Entwicklung, wenn wir als Menschen nur noch in der Lage sind, über WhatsApp, TikTok, Facebook, Instagram und Co. zu interagieren. Den genau betrachtet interagieren wir nicht mit anderen Menschen, sondern mit einem Algorithmus eines Konzerns, der nur eine Absicht hat – Geld zu machen, ohne etwas Gutes zu bewirken und ohne Rücksicht auf Opfer. Die Vergangenheit hat bereits mehrmals gezeigt, als Beispiel die internen Studien von Facebook, dass es so ist und es aber einfach bagatellisiert wird und es keine Konsequenzen für die Verantwortlichen hat. Eines sollten wir uns stets bewusst machen, es sind unsere Kinder, die es auslöffeln müssen, was wir verbocken und wir tun es in den meisten Fällen mit vollem Bewusstsein über die Auswirkungen.

Der Unterschied zwischen Menschen und Tieren ist, dass der Mensch immer wählen kann, ein Tier folgt immer nur seinen Trieben und Instinkten.

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(Links / Verhaltensmerkmale)

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Schlüsselnummern durchsuchen
Sie können direkt nach der Schlüsselnummer filtern
U04.-

Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS)

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U04.9

Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS), nicht näher bezeichnet

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U07.-

Krankheiten mit unklarer Ätiologie, belegte und nicht belegte Schlüsselnummern U07.-

Hinweis:
Die Verwendung der Schlüsselnummern U00-U49 ist der WHO vorbehalten, um eine provisorische Zuordnung von Krankheiten unklarer Genese zu ermöglichen. Im Bedarfsfall können notwendige Schlüsselnummern in EDV-Systemen nicht immer ad hoc bereitgestellt werden. Die vorliegende Spezifikation der Kategorie U07.- stellt sicher, dass diese Kategorie und die Subkategorien in EDV-Systemen jederzeit verfügbar sind und ihre Nutzung, nach Vorgabe durch die WHO, umgehend erfolgen kann.
U07.0!

Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten (Vaporizer)

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U07.1!

COVID-19, Virus nachgewiesen

Coronavirus-Krankheit-2019, Virus nachgewiesen

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist, ungeachtet des Schweregrades des klinischen Befundes oder der Symptome.Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.
U07.2!

COVID-19, Virus nicht nachgewiesen

COVID-19 o.n.A.

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht.Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.
U08.-

COVID-19 in der Eigenanamnese

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U08.9

COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, um eine frühere, bestätigte Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) zu kodieren, die den Gesundheitszustand einer Person beeinflusst oder zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt, die Person aber nicht mehr an COVID-19 leidet.
U09.-!

Post-COVID-19-Zustand

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U09.9!

Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet

Kodierhinweis:
Diese Schlüsselnummer ist zu verwenden, wenn bei einer anderenorts klassifizierten Störung angegeben werden soll, dass sie in Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) steht. Diese Schlüsselnummer ist nicht anzuwenden, wenn COVID-19 noch vorliegt.
U10.-

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U10.9

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet

zeitlich assoziiert mit COVID-19

  • „Kawasaki-like“-Syndrom
  • Multisystem inflammatory syndrome in children (MIS-C)
  • Paediatric inflammatory multisystem syndrome (PIMS)
  • Zytokinsturm

 

Exkl.:

  • Mukokutanes Lymphknotensyndrom (Kawasaki-Krankheit) (M30.3)
  • Zytokinfreisetzungs-Syndrom (Cytokine release syndrome) (D76.4)
U11.-

Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U11.9

Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19, nicht näher bezeichnet

COVID-19-Impfung (prophylaktisch)

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, um bei einer Person anzugeben, dass sie das Gesundheitswesen zum Zweck der COVID-19-Impfung in Anspruch nimmt.Benutze diese Schlüsselnummer im Geltungsbereich der §§ 17b KHG und 17d KHG bei einer Person zusätzlich zu anderen Schlüsselnummern. Für den Fall, dass im vorgenannten Geltungsbereich die COVID-19-Impfung selbst Anlass der Inanspruchnahme ist, benutze primär die Schlüsselnummer Z25.8 und zusätzlich die Schlüsselnummer U11.9.

U12.-!

Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U12.9!

Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet

Unerwünschte Nebenwirkungen von COVID-19-Impfstoffen bei indikationsgerechter Anwendung und in korrekter (prophylaktischer) Dosierung

Kodierhinweis:
Diese sekundäre Schlüsselnummer ist wie eine Schlüsselnummer des Kapitels XX Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität zu benutzen. Benutze zusätzlich eine primäre Schlüsselnummer eines anderen Kapitels der Klassifikation, um die Art der unerwünschten Nebenwirkung anzugeben.

U50.-

Motorische Funktionseinschränkung

Hinweis:
Einmalige Kodierung der motorischen Funktionseinschränkung innerhalb der ersten fünf stationären Behandlungstage; bei veränderten Werten innerhalb dieser Zeit ist der höchste Punktwert zu verschlüsseln. Bei geriatrischer oder frührehabilitativer Behandlung erfolgt die Kodierung analog zu Beginn dieser Behandlung. Die Kodierung erfordert den Einsatz eines der aufgeführten standardisierten Testverfahren (FIM: Functional Independence Measure™).
U50.0-

Keine oder geringe motorische Funktionseinschränkung

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U50.00

Barthel-Index: 100 Punkte

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U50.01

Motorischer FIM: 85-91 Punkte

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
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Support Anfrage

Die folgenden vierten Stellen sind bei den Kategorien F10-F19 zu benutzen, wenn das Ausmaß der Verhaltensstörung angegeben werden soll:

.0 / Akute Intoxikation (akuter Rausch)

Ein Zustandsbild nach Aufnahme einer psychotropen Substanz mit Störungen von Bewusstseinslage, kognitiven Fähigkeiten, Wahrnehmung, Affekt und Verhalten oder anderer psychophysiologischer Funktionen und Reaktionen. Die Störungen stehen in einem direkten Zusammenhang mit den akuten pharmakologischen Wirkungen der Substanz und nehmen bis zur vollständigen Wiederherstellung mit der Zeit ab, ausgenommen in den Fällen, bei denen Gewebeschäden oder andere Komplikationen aufgetreten sind. Komplikationen können ein Trauma, Aspiration von Erbrochenem, Delir, Koma, Krampfanfälle und andere medizinische Folgen sein. Die Art dieser Komplikationen hängt von den pharmakologischen Eigenschaften der Substanz und der Aufnahmeart ab.

  • Akuter Rausch bei Alkoholabhängigkeit
  • Pathologischer Rausch
  • Rausch o.n.A.
  • Trance und Besessenheitszustände bei Intoxikation mit psychotropen Substanzen
  • "Horrortrip" (Angstreise) bei halluzinogenen Substanzen

 

Exkl.:
Intoxikation im Sinne einer Vergiftung (T36-T50)

.1 / Schädlicher Gebrauch

Konsum psychotroper Substanzen, der zu Gesundheitsschädigung führt. Diese kann als körperliche Störung auftreten, etwa in Form einer Hepatitis nach Selbstinjektion der Substanz oder als psychische Störung, z. B. als depressive Episode durch massiven Alkoholkonsum.

  • Missbrauch psychotroper Substanzen
.2 / Abhängigkeitssyndrom

Eine Gruppe von Verhaltens-, kognitiven und körperlichen Phänomenen, die sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickeln. Typischerweise besteht ein starker Wunsch, die Substanz einzunehmen, Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und anhaltender Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen. Dem Substanzgebrauch wird Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen gegeben. Es entwickelt sich eine Toleranzerhöhung und manchmal ein körperliches Entzugssyndrom.

Das Abhängigkeitssyndrom kann sich auf einen einzelnen Stoff beziehen (z. B. Tabak, Alkohol oder Diazepam), auf eine Substanzgruppe (z. B. opiatähnliche Substanzen), oder auch auf ein weites Spektrum pharmakologisch unterschiedlicher Substanzen.

  • Chronischer Alkoholismus
  • Dipsomanie
  • Nicht näher bezeichnete Drogensucht
.3 / Entzugssyndrom

Es handelt sich um eine Gruppe von Symptomen unterschiedlicher Zusammensetzung und Schwere nach absolutem oder relativem Entzug einer psychotropen Substanz, die anhaltend konsumiert worden ist. Beginn und Verlauf des Entzugssyndroms sind zeitlich begrenzt und abhängig von der Substanzart und der Dosis, die unmittelbar vor der Beendigung oder Reduktion des Konsums verwendet worden ist. Das Entzugssyndrom kann durch symptomatische Krampfanfälle kompliziert werden.

.4 / Entzugssyndrom mit Delir

Ein Zustandsbild, bei dem das Entzugssyndrom (siehe vierte Stelle .3) durch ein Delir, (siehe Kriterien für F05.-) kompliziert wird. Symptomatische Krampfanfälle können ebenfalls auftreten. Wenn organische Faktoren eine beträchtliche Rolle in der Ätiologie spielen, sollte das Zustandsbild unter F05.8 klassifiziert werden.

  • Delirium tremens (alkoholbedingt)
.5 / Psychotische Störung

Eine Gruppe psychotischer Phänomene, die während oder nach dem Substanzgebrauch auftreten, aber nicht durch eine akute Intoxikation erklärt werden können und auch nicht Teil eines Entzugssyndroms sind. Die Störung ist durch Halluzinationen (typischerweise akustische, oft aber auf mehr als einem Sinnesgebiet), Wahrnehmungsstörungen, Wahnideen (häufig paranoide Gedanken oder Verfolgungsideen), psychomotorische Störungen (Erregung oder Stupor) sowie abnorme Affekte gekennzeichnet, die von intensiver Angst bis zur Ekstase reichen können. Das Sensorium ist üblicherweise klar, jedoch kann das Bewusstsein bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt sein, wobei jedoch keine ausgeprägte Verwirrtheit auftritt.

  • Alkoholhalluzinose
  • Alkoholische Paranoia
  • Alkoholischer Eifersuchtswahn
  • Alkoholpsychose o.n.A.

 

Exkl.:
Durch Alkohol oder psychoaktive Substanzen bedingter Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung (F10-F19, vierte Stelle .7)

.6 / Amnestisches Syndrom

Ein Syndrom, das mit einer ausgeprägten andauernden Beeinträchtigung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses einhergeht. Das Immediatgedächtnis ist gewöhnlich erhalten, und das Kurzzeitgedächtnis ist mehr gestört als das Langzeitgedächtnis. Die Störungen des Zeitgefühls und des Zeitgitters sind meist deutlich, ebenso wie die Lernschwierigkeiten. Konfabulationen können ausgeprägt sein, sind jedoch nicht in jedem Fall vorhanden. Andere kognitive Funktionen sind meist relativ gut erhalten, die amnestischen Störungen sind im Verhältnis zu anderen Beeinträchtigungen besonders ausgeprägt.

  • Alkohol- oder substanzbedingte amnestische Störung
  • Durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingte Korsakowpsychose
  • Nicht näher bezeichnetes Korsakow-Syndrom
  • Soll ein assoziiertes Wernicke-Syndrom angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern (E51.2† G32.8*) zu benutzen.

 

Exkl.:
Nicht alkoholbedingte(s) Korsakow-Psychose oder -Syndrom (F04)

.7 / Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung

Eine Störung, bei der alkohol- oder substanzbedingte Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten, des Affektes, der Persönlichkeit oder des Verhaltens über einen Zeitraum hinaus bestehen, in dem noch eine direkte Substanzwirkung angenommen werden kann.

Der Beginn dieser Störung sollte in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gebrauch der psychotropen Substanz stehen. Beginnt das Zustandsbild nach dem Substanzgebrauch, ist ein sicherer und genauer Nachweis notwendig, dass der Zustand auf Effekte der psychotropen Substanz zurückzuführen ist. Nachhallphänomene (Flashbacks) unterscheiden sich von einem psychotischen Zustandsbild durch ihr episodisches Auftreten, durch ihre meist kurze Dauer und das Wiederholen kürzlich erlebter alkohol- oder substanzbedingter Erlebnisse.

  • Alkoholdemenz o.n.A.
  • Chronisches hirnorganisches Syndrom bei Alkoholismus
  • Demenz und andere leichtere Formen anhaltender Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten
  • Nachhallzustände (Flashbacks)
    Posthalluzinogene
  • Wahrnehmungsstörung
  • Residuale affektive Störung
  • Residuale Störung der Persönlichkeit und des Verhaltens
  • Verzögert auftretende psychotische Störung durch psychotrope Substanzen bedingt

 

Exkl.:

  • Alkohol- oder substanzbedingt:
    Korsakow-Syndrom (F10-F19, vierte Stelle .6)
  • psychotischer Zustand (F10-F19, vierte Stelle .5)
.8 / Sonstige psychische und Verhaltensstörungen

Das ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu dieser Zusatzcodierung

.9 / Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung

Das ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu dieser Zusatzcodierung

Quellenangaben

Wir beziehen alle Angaben zu den Diagnosebilder / Störungsbilder aus dem BfArM, der WHO & der American Psychological Association (APA).

Sicherheitsangaben

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Wir verwenden ein SSL-Zertifikat von unserem Provider, sowie mehrere Softwares auf der Webseite selbst, die vor Spam-Attacken, Brute-Force-Attacken & Malware schützen.

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Für eine Registrierung setzen wir ebenfalls auf eine Double-Opt-In Verifizierung der Nutzer. Wenn der Nutzer seine E-Mail-Adresse nicht innerhalb 24 Stunden bestätigt, wird kein Zugang erstellt und die Daten werden autom. gelöscht.

Eine 100 % Garantie kann jedoch niemals gewährleistet werden.

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Psychologie

Schweregrad-Kriterien für Autismus-Spektrum-Störung nach DSM-5

Schweregrad 1
(Unterstützung Erforderlich)

Soziale Kommunikation:

Die Einschränkungen in der sozialen Kommunikation verursachen ohne Unterstützung bemerkbare Beeinträchtigungen. Schwierigkeiten bei der Initiierung sozialer Interaktionen sowie einzelne deutliche Beispiele von unüblichen oder erfolglosen Reaktionen auf soziale Kontaktangebote anderer. Scheinbar vermindertes Interesse an sozialen Interaktionen. Die Person ist z.B. in der Lage, in ganzen Sätzen zu sprechen und sich jemandem mitzuteilen, aber ihre Versuche zu wechselseitiger Konversation misslingen, ihre Bemühungen, Freundschaften zu schließen, wirken merkwürdig und sind in der Regel erfolglos.

 

Restriktive, repetitive Verhaltensweisen:

Unflexibilität des Verhaltens führt zu deutlichen Funktionsbeeinträchtigungen in einem oder mehreren Bereichen. Schwierigkeiten, zwischen Aktivitäten zu wechseln. Probleme in der Organisation und Planung beeinträchtigen die Selbstständigkeit.

Schweregrad 2
(Umfangreiche Unterstützung Erforderlich)

Soziale Kommunikation:

Ausgeprägte Einschränkungen in der verbalen und nonverbalen sozialen Kommunikationsfähigkeit. Die sozialen Beeinträchtigungen sind auch mit Unterstützung deutlich erkennbar, reduzierte Initiierung von sozialen Interaktionen oder abnormale Reaktionen auf soziale Angebote von anderen. Eine Person spricht z.B. in einfachen Sätzen, sie verfügt über eine eigenartige nonverbale Kommunikation und die Interaktion beschränkt sich auf begrenzte Spezialinteressen.

 

Restriktive, repetitive Verhaltensweisen:

Unflexibilität des Verhaltens, Schwierigkeiten im Umgang mit Veränderungen oder andere restriktive/repetitive Verhaltensweisen treten häufig genug auf, um auch für den ungeschulten Beobachter offensichtlich zu sein, und sie beeinträchtigen das Funktionsniveau in einer Vielzahl von Kontexten. Zeigt Unbehagen und/oder hat Schwierigkeiten, den Fokus oder die Handlung zu verändern.

Schweregrad 3
(Sehr Umfangreiche Unterstützung Erforderlich)

Soziale Kommunikation:

Starke Einschränkungen der verbalen und nonverbalen sozialen Kommunikationsfähigkeit verursachen schwerwiegende funktionelle Beeinträchtigungen, eine sehr begrenzte Initiierung sozialer Interaktionen und eine minimale Reaktion auf soziale Angebote von anderen. Eine Person mit Autismus-Spektrum-Störung verfügt z.B. über wenige Worte verständlicher Sprache, initiiert nur selten Interaktionen, und wenn sie dies tut, dann in ungewöhnlicher Form, mit der Absicht, die eigenen Bedürfnissen zu erfüllen. Diese Person reagiert nur auf sehr direkte Kontaktaufnahme.

 

Restriktive, repetitive Verhaltensweisen:

Unflexibilität des Verhaltens, extreme Schwierigkeiten im Umgang mit Veränderungen oder andere restriktive/repetitive Verhaltens- weisen mit ausgeprägten Funktionsbeeinträchtigungen in allen Bereichen. Zeigt großes Unbehagen bzw. hat große Schwierigkeiten, den Fokus oder die Handlung zu verändern.

Glossar kulturell gebundener Leidenskonzepte nach DSM-5

Im Anhang des DSM-5 (APA/Falkai et al., 2015) ist ein Glossar enthalten, welches Beispiele von gut erforschten kulturell gebundenen Leidenskonzepten anführt, die die Relevanz für die klinische Diagnostik und einige Beziehungen zwischen kulturellen Syndromen, Leidensbegriffen und zugrunde liegenden Erklärungen aufzeigen. Eine Auswahl wird im Folgenden dargestellt.

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Ataque de nervios („Nervenattacke“) beschreibt ein Syndrom lateinamerikanischer Herkunft, das durch Symptome intensiver emotionaler Erregtheit bzw. Übererregung, inklusive akuter Angst, Ärger oder Trauer, lautes Herumschreien oder -kreischen, Weinkrämpfe; heftiges Erbeben oder Zittern, Hitzegefühle im Brustbereich, die in den Kopf steigen, sowie durch verbale und physische Aggressivität gekennzeichnet ist. Dissoziatives Erleben (z.B. Depersonalisation, Derealisation, Amnesie), anfallsartige Ohnmacht und suizidale Attitüden können während einiger ataques im Vordergrund stehen, während anderer wiederum nicht. Das Kardinalsymptom einer ataque de nervios ist das Erleben eines Kontrollverlusts. Die Attacken treten als direkte Folge eines belastenden Ereignisses mit Familienbezug auf, wie z.B. der Nachricht des Todes eines nahen Angehörigen, Konflikten mit dem Partner oder Kindern oder Zeuge eines Unfalls zu sein, in den ein Familienmitglied involviert ist. Bei einer Minderheit der Betroffenen werden die ataques nicht durch soziale Ereignisse ausgelöst, stattdessen hat die Vulnerabilität für den Kontrollverlust ihren Ursprung in einem kumulierten Erleben von Leiden. Es wurde keine Eins-zu-Eins-Beziehung zwischen ataques und einer spezifischen psychiatrischen Störung belegt. Dennoch bestehen auf Symptomebene Überlappungen zu einigen Störungen inklusive der Panikstörung, einer anderen näher bezeichneten oder nicht näher bezeichneten Dissoziativen Störung und der Konversionsstörung. In Bevölkerungsstichproben stehen ataques, nachdem eine statistische Anpassung in Bezug auf psychiatrische Diagnosen, Traumaexposition und andere Kovariablen vorgenommen wurde, in Zusammenhang mit Suizidgedanken, Arbeitsunfähigkeit bzw. Alltagseinschränkungen und ambulanten psychiatrischen Behandlungen. Zu beachten ist, dass einige ataques nichtpathologische Ausdrücke eines akuten Stresserlebens (z.B. bei einer Beerdigung) ohne klinische Folgen sind. Der Begriff ataque de nervios kann sich auch auf ein Leidenskonstrukt beziehen, welches jegliche Form „passender“ emotionaler Paroxysmen (z.B. hysterisches Lachen) einschließt, und er darf auch verwendet werden, um eine Episode eines Kontrollverlusts in Bezug auf einen intensiven Stressauslöser zu beschreiben. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: Indisposition auf Haiti, blacking-out im Süden der USA, falling-out im westlichen Indien.

Verwandte Zustände im DSM-5:
Panikattacke, Panikstörung, andere näher bezeichnete oder nicht näher bezeichnete Dissoziative Störung, Konversionsstörung (Störung mit Funktionellen Neurologischen Symptomen), Intermittierende Explosible Störung, andere näher bezeichnete und nicht näher bezeichnete Angststörung, andere näher bezeichnete und nicht näher bezeichnete Trauma- und belastungsbezogene Störungen.


Dhat-Syndrom Der Begriff Dhat-Syndrom wurde in Südasien vor mehr als einem halben Jahrhundert geprägt, um typische klinische Erscheinungsbilder junger Männer zu beschreiben, die ihre Symptome auf die Absonderung bzw. den Verlust von Sperma attribuierten. Ungeachtet des Begriffs handelt es sich nicht um ein abgegrenztes Syndrom, sondern vielmehr um eine kulturelle Erklärung für Stressreaktionen von Patienten, die sich auf verschiedene Symptome wie Angst, Erschöpfung, Schwäche, Gewichtsverlust, Impotenz, andere somatische Beschwerden und depressive Verstimmung beziehen. Das Kardinalmerkmal ist Angst und Stresserleben durch einen Verlust von dhat ohne Vorliegen einer identifizierbaren physiologischen Dysfunktion. Patienten bezeichnen dhat als eine weiße Absonderung, die bei der Defäkation oder dem Urinieren bemerkt wurde. Vorstellungen über diese Absonderung stehen im Zusammenhang mit dem Konzept dhatu (Samen, Sperma), welches im hinduistischen medizinischen System, Ayurveda, als eine der sieben essenziellen Körperflüssigkeiten beschrieben wird und dessen Balance notwendig zur Erhaltung der Gesundheit ist. Obwohl das Dhat-Syndrom als kulturelle Orientierungshilfe für eine lokal begrenzte klinische Praxis formuliert wurde, konnte gezeigt werden, dass vergleichbare Vorstellungen über die schädigenden Folgen von Samenverlust in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet sind. Daher wird eine kulturelle Disposition angenommen, gesundheitliche Probleme und Symptome mit dem Verweis auf dhat zu erklären. Forschungen in der Gesundheitsfürsorge führten zu unterschiedlichen Schätzungen der Syndromprävalenz (z.B. wurden in Indien 64 % der Männer in psychiatrischen Kliniken wegen sexueller Beschwerden behandelt, in Pakistan waren es 30 % der Männer im Kontext allgemeinärztlicher Kliniken). Obwohl das Dhat-Syndrom am häufigsten bei jungen Männern mit vergleichsweise niedrigem sozioökonomischem Status beobachtet wird, können auch Männer im mittleren Erwachsenenalter betroffen sein. Vergleichbare Beschwerden über vaginalen Ausfluss (Leukorrhoe) werden mit einer Variante des Konzepts für Frauen in Zusammenhang gebracht Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: koro in Südostasien, insbesondere Singapur, und shen-k’uei („Nierenschwäche“) in China.

Verwandte Zustände im DSM-5:
Major Depression, Persistierende Depressive Störung (Dysthymie), Generalisierte Angststörung, Somatische Belastungsstörung, Krankheitsangststörung, Erektionsstörung, Vorzeitige (Frühe) Ejakulation, andere näher bezeichnete oder nicht näher bezeichnete Sexuelle Funktionsstörung, Probleme in Schule oder Ausbildung.


Khyâl cap Der Begriff „Khyâl-Attacke“ (khyâl cap) oder „Windattacke“ beschreibt ein Syndrom, dass bei Kambodschanern in den USA und in Kambodscha beschrieben wurde. Typische Symptome sind die einer Panikattacke, wie z.B. Schwindel- oder Benommenheitsgefühle, Herzklopfen, Kurzatmigkeit und kalte Extremitäten oder auch andere Symptome von Angst bzw. autonomer Erregung (z.B. Tinnitus und Nackenschmerzen). Khyâl-Attacken umfassen katastrophisierende Kognitionen, in deren Mittelpunkt die Sorge steht, dass khyâl (eine windähnliche Substanz) im Körper – zusammen mit dem Blut – aufsteigen und eine Reihe schwerwiegender Folgen auslösen könnte (z.B. Zusammenpressen der Lungen, Kurzatmigkeit und Asphyxie, Eindringen in das Cranium und Verursachung von Tinnitus, Schwindel, verschwommenem Sehen und Ohnmachtsanfällen). Khyâl-Attacken können ohne Vorwarnung eintreten, werden aber häufig durch Trigger, wie sorgenvolle Gedanken, Aufstehen (z.B. Orthostase), bestimmte Gerüche mit negativen Assoziationen oder agoraphobische Schlüsselreize, wie beispielsweise in eine Menschenmenge zu gehen oder Auto zu fahren ausgelöst. Khyâl-Attacken erfüllen üblicherweise die Kriterien einer Panikattacke und können das Erleben anderer Angststörungen sowie trauma- und belastungsbezogener Störungen prägen. Khyâl-Attacken können mit erheblichen Beeinträchtigungen bzw. Aktivitätseinschränkungen einhergehen. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: Laos (pen lom), Tibet (srog rlung gi nad), Sri Lanka (vata) und Korea (hwa byung).

Verwandte Zustände im DSM-5:
Panikattacken, Panikstörung, Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Krankheitsangststörung.


Kufungisisa Kufungisisa (in Shona: „zu viel denken“) ist ein Leidenskonstrukt und eine kulturelle Erklärung unter den Shona in Zimbabwe. Im Sinne einer Erklärung wird es als ursächlich für Angst, Depression und somatische Beschwerden betrachtet (z.B. „Mein Herz schmerzt, weil ich zu viel denke“). Als eine Konstruktion zur Kennzeichnung psychosozialen Stresses ist es ein Anzeichen für zwischenmenschliche und soziale Schwierigkeiten (z.B. Eheprobleme; kein Geld zu haben, um für sein Kind zu sorgen). Kufungisisa umfasst Grübeln über beunruhigende Gedanken, insbesondere Sorgen. Kufungisisa ist mit einer Reihe von psychopathologischen Merkmalen wie Angstsymptomen, exzessiven Sorgen, Panikattacken, depressiven Symptomen und Reizbarkeit assoziiert. In einer zufällig gezogenen Bevölkerungsstichprobe berichteten zwei Drittel der mithilfe einer allgemeinen Psychopathologie-Erfassung identifizierten Kufungisisa-Fälle diese Beschwerden. In vielen Kulturen wird „zu viel denken“ als schädigend für den Geist und Körper und als Ursache für spezifische Symptome wie Kopfschmerz und Schwindel betrachtet. „Zu viel denken“ kann auch eine Schlüsselkomponente bei kulturellen Syndromen wie dem brain fag (dt. etwa: „geistige Erschöpfung“) in Nigeria sein. Beim brain fag wird „zu viel denken“ primär auf exzessives Lernen attribuiert, wobei angenommen wird, dass exzessives Lernen insbesondere das Gehirn schädigt und mit Symptomen wie Hitzegefühlen oder kribbelnden Empfindungen im Kopf einhergeht. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: „Zu viel denken“ ist in vielen Ländern und ethnischen Gruppen ein gebräuchliches Leidenskonstrukt und kulturelle Erklärung. Es wurde in Afrika, im karibischen und lateinamerikanischen Raum und bei ostasiatischen und indianischen Gruppen beschrieben.

Verwandte Zustände im DSM-5: Major Depression, Persistierende Depressive Störung (Dysthymie), Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Zwangsstörung, Störung durch eine Anhaltende Komplexe Trauerreaktion.

Taijin kyofusho Taijin kyofusho (japanisch für „Störung mit zwischenmenschlicher Angst“) ist als kulturelles Syndrom charakterisiert durch Ängstlichkeit in Bezug auf und Vermeidung von zwischenmenschlichen Situationen aufgrund des Gedankens, Gefühls oder der Überzeugung, dass das eigene Erscheinungsbild oder eigene Handlungen in zwischenmenschlichen Situationen unangemessen oder abstoßend für andere sind. In den USA wird die Variante olfaktorisches Referenzsyndrom unterschieden, bei der die Betroffenen befürchten, ihr Körpergeruch wirke abstoßend auf andere. Personen mit taijin kyofusho neigen dazu, sich auf die Wirkung ihrer Symptome und ihres Verhaltens auf andere zu konzentrieren. Andere Varianten beinhalten hauptsächlich die Sorge, zu erröten (Erythrophobie), abstoßenden Körpergeruch zu haben (olfaktorisches Referenzsyndrom), unangemessenes Blickverhalten zu zeigen (zu viel oder zu wenig Augenkontakt), steife oder ungelenke Gesichtsausdrücke oder Körperbewegungen zu haben (z.B. Versteifung, Zittern) oder körperlich entstellt zu sein Taijin kyofusho ist als Konstrukt breiter gefasst als die Soziale Angststörung im DSM-5. Zusätzlich zur Angst vor Leistungssituationen beinhaltet taijin kyofusho zwei kulturspezifische Formen: einen „sensiblen Typ“ mit extremer sozialer Empfindlichkeit und Ängstlichkeit in Bezug auf zwischenmenschliche Interaktion sowie einen „ausfälligen Typ“ mit der Hauptsorge, andere zu beleidigen. Als Kategorie beinhaltet taijin kyofusho deshalb auch Syndrome mit Merkmalen der Körperdysmorphen Störung und der Wahnhaften Störung. Die Sorgen können einen wahnhaften Charakter annehmen und sprechen dann kaum auf einfaches Rückversichern oder Gegenbeispiele an. Die charakteristischen Merkmale von taijin kyofusho treten in speziellen kulturellen Kontexten auf und soziale Ängstlichkeit hat dabei, je nach Kultur, einen größeren oder geringeren Stellenwert. Vergleichbare Syndrome finden sich in Korea und anderen Gesellschaften, die großen Wert auf die bewusste Wahrung angemessener sozialer Verhaltensweisen in hierarchisch geordneten zwischenmenschlichen Beziehungen legen. Taijin-kyofusho-artige Symptome wurden auch in anderen kulturellen Kontexten beschrieben, darunter die USA, Australien und Neuseeland. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: Taein kong po in Korea.

Verwandte Zustände im DSM-5: Soziale Angststörung, Körperdysmorphe Störung, Wahnhafte Störung, Zwangsstörung, olfaktorisches Referenzsyndrom (eine Form der nicht näher bezeichneten Zwangsstörung und Verwandten Störungen). Das olfaktorische Referenzsyndrom bezieht sich insbesondere auf die Jikoshu-kyofu-Variante des taijin kyofusho mit dem Kernmerkmal, Angst vor dem Absondern abstoßender Gerüche zu haben. Diese Form findet sich in zahlreichen Kulturen außerhalb Japans.

Zusatzkodierungen für depressive Störungen DSM-5

Bestimmen Sie ebenfalls ob:

Teil- / Vollremittiert

Teilremittiert:
Symptome der unmittelbar letzten depressiven Episode sind vorhanden, die Kriterien werden jedoch nicht vollständig erfüllt oder es gab nach Ende der Episode nur eine Periode von unter 2 Monaten Dauer ohne bedeutsame Symptome einer depressiven Episode.

Vollremittiert:
Während der vergangenen 2 Monate waren keine bedeutsamen Krankheitszeichen oder Symptome der Störung vorhanden.

Aktuellen Schweregrad der Episode einer Major Depression

Der Schweregrad basiert auf der Anzahl der Kriteriensymptome, der Schwere dieser Symptome und dem Grad der funktionellen Beeinträchtigung.

Leicht:
Es treten wenige oder keine Symptome zusätzlich zu den Symptomen auf, die zur Vergabe der Diagnose erforderlich sind; die Intensität der Symptome ist belastend, aber beherrschbar; und die Symptome führen zu geringfügigen Beeinträchtigungen in sozialen oder beruflichen Funktionsbereichen.

Mittel:
Die Anzahl und Intensität der Symptome und/oder funktionellen Beeinträchtigungen liegen zwischen denen, die als „leichtgradig“ und „schwergradig“ bezeichnet werden.

Schwer:
Die Anzahl der Symptome geht deutlich über die Symptome hinaus, die zur Vergabe der Diagnose erforderlich sind; die Intensität der Symptome ist äußerst belastend und nicht zu bewältigen; und die Symptome beeinträchtigen deutlich das soziale und berufliche Funktionsniveau.

Zusatzkodierungen
Mit gemischten Merkmalen

A) Mindestens drei der folgenden manischen/hypomanen Symptome sind während der Mehrzahl der Tage einer Episode einer Major Depression vorhanden:

  1. Gehobene, expansive Stimmung.
  2. Übersteigertes Selbstwertgefühl oder Größenideen.
  3. Vermehrte Gesprächigkeit oder Rededrang.
  4. Ideenflucht oder subjektives Gefühl des Gedankenrasens.
  5. Gesteigerte Energie oder zielgerichtete Aktivität (im sozialen, beruflichen, schulischen oder sexuellen Bereich).
  6. Vermehrte oder übermäßige Beschäftigung mit Aktivitäten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen (z.B. ungezügeltes Einkaufen, sexuelle Abenteuer oder törichte geschäftliche Investitionen).
  7. Vermindertes Schlafbedürfnis (Gefühl des Erholtseins trotz einer reduzierten Schlafmenge; im Unterschied zur Insomnie).

 

B) Gemischte Symptome sind durch andere beobachtbar und stellen eine Veränderung des üblichen Verhaltens der Person dar.

C) Bei Personen, deren Symptome die Kriterien einer Manie oder Hypomanie vollständig erfüllen, sollte die Diagnose einer Bipolar-I- oder Bipolar-II-Störung gestellt werden.

D) Die gemischten Symptome sind nicht Folge der physiologischen Wirkungen einer Substanz (z.B. Substanz mit Missbrauchspotenzial, Medikament, andere Behandlung).

Beachte: Gemischte Merkmale in Verbindung mit einer Episode einer Major Depression sind ein signifikanter Risikofaktor für die Entwicklung einer Bipolar-I- oder Bipolar-II-Störung. Daher ist es klinisch sinnvoll, diese Zusatzcodierung zur Planung der Behandlung und Kontrolle des Therapieerfolgs festzuhalten .

Mit Angst

Angst wird definiert als die Anwesenheit von min- destens zwei der folgenden Symptome während der Mehrzahl der Tage einer Episode einer Major Depression oder Persistie- renden Depressiven Störung (Dysthymie):

  1. Gefühl der Überreiztheit oder Anspannung.
  2. Gefühl ungewöhnlicher Ruhelosigkeit.
  3.  Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund von Sorgen.
  4. Befürchtung, dass etwas Furchtbares passieren könnte.
  5. Gefühl, dass die Person die Kontrolle über sich verlieren könnte.

Bestimmen Sie den aktuellen Schweregrad:

Leicht: Zwei Symptome

Mittel: Drei Symptome

Mittel bis Schwer: Vier oder fünf Symptome

Schwer: Vier oder fünf Symptome inklusive motorischer Erregung

Beachte:
Angstsymptome sind als ein prominentes Merkmal sowohl der bipolaren Störungen als auch der Major Depression im Hausarzt- und spezialisierten psychiatrischen Setting bekannt. Starkes Angsterleben wurde mit einem erhöhten Suizidrisiko, einer längeren Erkrankungsdauer und einer höheren Wahrscheinlichkeit für Nichtansprechen auf die Behandlung assoziiert. Daher ist es klinisch sinnvoll, das Vorhandensein und den Schweregrad ängstlichen Unbehagens für die Behandlungsplanung und das Monitoring des Therapieansprechens akkurat zu spezifizieren.

Mit melancholischen Merkmalen

A) Während des Höhepunkts der aktuellen Episode besteht eines der folgenden Symptome:

  1. Verlust der Freude an allen oder nahezu allen Aktivitäten.
  2. Verlust der affektiven Reagibilität auf normalerweise angenehme Stimuli (fühlt sich – auch nicht vorübergehend – besser, wenn sich etwas Erfreuliches ereignet).


B)
Drei (oder mehr) der folgenden Symptome:

  1. Eine besondere Qualität der depressiven Verstimmung, die durch eine tiefe Mutlosigkeit, Verzweiflung, und/oder Verdrießlichkeit oder das sogenannte Gefühl der Gefühllosigkeit gekennzeichnet ist.
  2. Die Depression ist regelhaft morgens stärker ausgeprägt (Morgentief).
  3. Morgendliches Früherwachen (mindestens 2 Stunden vor der gewohnten Aufwachzeit).
  4. Deutliche psychomotorische Unruhe oder Verlangsamung.
  5. Deutliche Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust.
  6. Übermäßige oder unangemessene Schuldgefühle.


Beachte:
Die Zusatzcodierung „mit melancholischen Merkmalen“ wird vergeben, wenn diese Merkmale auf dem Höhepunkt der Episode vorhanden sind. Die Fähigkeit zur Freude ist nicht nur reduziert, sondern nahezu vollständig aufgehoben. Eine Faustregel, um die Abwesenheit affektiver Reagibilität zu beurteilen, ist, dass selbst hocherwünschte positive Ereignisse nicht mit einer spürbaren Aufhellung der Stimmung einhergehen.

Entweder gibt es gar keine oder nur eine partielle Stimmungsaufhellung (z.B. bis zu 20 % bis 40 % der gewöhnlichen Aufhellung jeweils nur für wenige Minuten). Die besondere Qualität der Stimmungslage, die für das klinische Erscheinungsbild „mit melancholischen Merkmalen“ charakteristisch ist, wird als qualitativ verschieden von der Stimmungslage bei einer nicht melancholischen depressiven Episode erlebt.