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Aufrichtige Liebe in Beziehungen erkennen und das Selbstwertgefühl schützen

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Einleitung
Wie erkenne ich, ob es aufrichtige Liebe ist, die mir mein Gegenüber gibt? Aufrichtige Liebe kann nicht gemessen werden, da es ein komplexes Gebilde aus verschiedenen Emotionen ist. Wenn wir aber verstehen, wie unser Unterbewusstsein funktioniert, können wir unser Bauchgefühl richtig interpretieren und deuten und dadurch relevante Anzeichen verstehen. Am Ende der Publikation finden Sie unseren Indikator-Test zur Analyse.
Publikation
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Die verschiedenen Ausdrucksformen aufrichtiger Liebe in zwischenmenschlichen Beziehungen

Das Phänomen der Liebe ist vielschichtig und kann in unterschiedlichen Kontexten erscheinen. Während sie häufig mit romantischen Beziehungen in Verbindung gebracht wird, ist sie keineswegs auf diese beschränkt. Familienbeziehungen sind beispielsweise oft von tiefer Zuneigung geprägt, wobei es bedauerlicherweise auch negative Erfahrungen gibt.

Berichte des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) machen deutlich, dass in manchen Familien, Liebe nur vorgeheuchelt wird und tragischerweise manchmal in sexuellen Kindesmissbrauch mündet. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs lieferte bereits 2021 eine eingehende Studie zu sexueller Gewalt in Familien. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wichtigsten Merkmale der Studie auf.

 

Ausgewertete Berichte 870
Beginn des Missbrauchs Bei 50 % vor dem 6. Lebensjahr
Täter unter den Eltern 44 %
Täter unter den Vätern (inkl. Pflege- und Stiefväter) 48 %
Täter unter den Müttern (inkl. Pflege- und Stiefmütter) 10 %

 

Die Bedeutung von Liebe in Freundschaften wird häufig unterschätzt, obwohl sie eine wesentliche Rolle in unserem Leben spielt. Unsere Freunde sind oftmals die ersten, an die wir uns wenden, wenn wir uns unwohl oder unsicher fühlen und Hilfe benötigen. Die Zuneigung, Aufmerksamkeit und Unterstützung, die wir von Menschen erhalten, die nicht zu unserer Familie gehören, schenken uns oft ein Gefühl von Akzeptanz und ehrlicher Liebe.

Aus einer objektiven Betrachtungsweise erkennen wir dementsprechend, dass wahre und aufrichtige Liebe nicht nur in romantischen Beziehungen existiert. Wir können sie in verschiedenen Bereichen unseres Lebens erfahren, vorausgesetzt, wir sind bereit, sie zu erkennen und anzunehmen.

 

Relevante Anzeichen für aufrichtige Liebe in einer Beziehung

Wie erkenne ich aber jetzt, ob es aufrichtige Liebe ist, die mir mein Gegenüber gibt? Aufrichtige Liebe kann nicht gemessen werden, da es ein komplexes Gebilde aus verschiedenen Emotionen ist. Wenn wir aber verstehen, wie unser Unterbewusstsein funktioniert, können wir unser Bauchgefühl richtig interpretieren und deuten und dadurch relevante Anzeichen verstehen.

Im nachfolgenden Abschnitt möchten wir 12 relevante Anzeichen auflisten, die maßgebende Indikatoren sind für aufrichtige Liebe. An der Stelle möchten wir jedoch erwähnen, dass diese Anzeichen nicht zwingend sind und immer das Gesamtgebilde einer zwischenmenschlichen Beziehung betrachtet werden sollte.

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  1. Dein Energiepegel erreicht beispiellose Höhen

    Die Liebe, ungeachtet in welcher Form, kann kaum als bloßes Gefühl beschrieben werden. Sie ähnelt eher einem konzentrierten Laserstrahl voller Energie, der uns durchflutet, sobald wir diese tiefe Emotion empfinden. Alles scheint uns auf einmal mühelos zu gelingen und unser Inneres strahlt förmlich vor Glück. Wenn aufrichtige Liebe uns berührt, kann es oft so wirken, als hätten wir zuvor nur in einem halbwachen Zustand gelebt. Aus diesem umfassenden energetischen Aufschwung kannst du tatsächlich erkennen, wie aufrichtig die entgegengebrachte Liebe ist, denn sie sollte dich nicht müde machen.

  2. Die emotionale und physische Anziehungskraft ist immens

    Wenn zwei Individuen sich aufrichtig voneinander angezogen fühlen, besteht ein intensiver Wunsch nach Nähe, Berührung und einem weiten Spektrum des Austauschs von Gedanken und Emotionen. Tatsächlich werden wir, metaphorisch gesprochen, magnetisch zu unserem Gegenüber hingezogen. Sollte diese Dynamik jedoch fehlen und die Beziehung lediglich vor sich hin plätschern oder gar nicht erst aufkommen, kann man kaum von aufrichtiger Liebe sprechen. In Liebesbeziehungen kommt natürlich der sexuelle Aspekt noch dazu, wohin gegen bei Freundschaften und der Familie das Bedürfnis damit verglichen werden kann, dass wir uns stark um die Präsenz des anderen bemühen.

  3. Wir sind bereit, Zugeständnisse zu machen

    Wir können es auch Kompromissbereitschaft nennen, doch manchmal verlangt die aufrichtige Liebe von uns, tatsächliche Zugeständnisse zu machen. Hierbei handelt es sich keineswegs um Selbstaufopferung oder vollständige Hingabe, aber es kann vorkommen, dass wir unsere zwischenmenschliche Beziehung über alle anderen Aspekte stellen müssen. Wenn wir dazu nicht bereit sind, kann das Prinzip von »Nehmen« und »Geben« nicht funktionieren.

  4. Reziproke Empathie

    Es scheint eigentlich selbstverständlich, dass dieses Thema Erwähnung finden sollte, jedoch zeigt die Realität oft eine andere Seite. Menschen in zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich aufrichtig Liebe entgegenbringen, spüren auch den Schmerz und die Trauer des jeweils anderen. Sie bieten einander Unterstützung und Rückhalt in schwierigen Zeiten. Fehlt einer zwischenmenschlichen Beziehung die Empathie, kann sie kaum als liebevoll und respektvoll bezeichnet werden.

    Sie gleicht eher einer freudlosen Zweckgemeinschaft, die es kaum verdient, als Freundschaft bezeichnet zu werden. Aus dem amerikanischen Raum hat sich in dieser Hinsicht das Wort »Situationship« entwickelt. Es ist vergleichbar mit der Analogie »Ich nehme mir von dem Gegenüber einfach das, was er oder sie bereit ist zu geben«. Narzissten wenden diese Methode gerne an, im Zusammenspiel mit ausgiebigen Euphemismus.

  5. Dein Schmerzempfinden reduziert sich

    Du kannst diese Erkenntnis sowohl metaphorisch als auch buchstäblich interpretieren. Einerseits lindert aufrichtige Liebe die negativen Erfahrungen und schmerzhaften Erinnerungen, die uns möglicherweise aus früheren Beziehungen oder Erlebnissen belasten. Andererseits führt die regelmäßige Ausschüttung des Hormons Oxytocin dazu, dass wir tatsächlich weniger physische Schmerzen wahrnehmen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Oxytocin ein natürlicher Schmerzstiller des Körpers ist. Anders formuliert, wenn Dir ein Mensch aufrichtige Liebe entgegenbringt, wirst Du im positiven und übertragenen Sinn, die Anwesenheit dieses Menschen kontinuierlich herbeisehnen.

  6. Ein Dasein ohne den anderen ist unvorstellbar

    Diese Erkenntnis ist in Bezug auf Liebesbeziehungen nicht neu, dennoch kommt es ständig vor, dass Beziehungen enden und Paare sich trennen, scheinbar ohne tiefgreifende Trennungsängste. Aber auch in einer Freundschaft oder in der Familie, kann dies genau so vorkommen. Wenn eine zwischenmenschliche Beziehung jedoch von echter, unverfälschter Liebe geprägt ist, können sich beide Parteien ein Leben ohne den anderen schlichtweg nicht mehr vorstellen. Wer hingegen jederzeit bereit wäre zu gehen, hegt offenbar keine tiefen Gefühle.

  7. Wenn einer glücklich ist, sind alle glücklich

    In einer echten und zukunftsorientierten zwischenmenschlichen Beziehung hat das kollektive Glück immer Vorrang. Unabhängig davon, ob es eine Liebesbeziehung, eine Freundschaft oder eine familiäre Bindung ist. Manche Menschen sind sogar bereit, sich selbst ganz hinten anzustellen, um sicherzustellen, dass der andere Teil rundum zufrieden und glücklich ist. Dies darf nur nicht zu einer zugrundeliegenden toxischen Voraussetzung ausufern. Die eigenen Grenzen zu kennen, ist enorm wichtig.

  8. Wir fokussieren uns auf das Positive im anderen

    Der erste Schritt, zum Ende einer zwischenmenschlichen Beziehung, ist oft das unaufgeforderte Äußern von Kritik. Mit der Zeit kann dies zu einer ständigen Belastung werden und das vorhersehbare Ende einläuten. Wer anfängt, nur noch Mängel zu sehen und den anderen als unzugänglich zu bezeichnen, empfindet keine aufrichtige Liebe für das Gegenüber. Aufrichtige Liebe hingegen erkennt stets das Gute im anderen und legt darauf ihren Fokus unter Berücksichtigung von aufrichtiger und liebevoller Kritik. Negative Äußerungen, die wie am Fließband kommen, können sich wie winzige Giftfeile in das Herz bohren, das wir einst erobert haben.

  9. Akzeptanz in jeder Lebenssituation

    Es gibt triftige Gründe, warum das Eheversprechen sowohl gute als auch schlechte Zeiten, Gesundheit und Krankheit, Reichtum und Armut miteinbezieht. Gleiches gilt auch für Freundschaften und Familien. Immer wenn aufrichtige Liebe eine Rolle spielt, kann man nicht nur die sonnigen Tage auswählen, sondern man akzeptiert das komplette Paket oder gar nichts. Ist eine zwischenmenschliche Beziehung gefestigt und vielversprechend, gibt es kein »Wenn« und »Aber«. Das Schicksal richtet sich nicht nach unseren Wünschen. Entweder hält die aufrichtige Liebe, was auch immer kommen mag, oder sie war nie wirklich ein Bestandteil deines Lebens.

  10. Uneingeschränkte Unterstützung

    Der wohl bedrückendste Augenblick in jeder zwischenmenschlichen Beziehung ist der, in dem wir feststellen müssen, dass wir trotz Bindung zu einem anderen Menschen im Grunde alleine sind. Wir werden im Stich gelassen oder unsere Pläne werden möglicherweise sogar sabotiert. Eine zwischenmenschliche Beziehung impliziert stets das gemeinsame Ziehen am selben Strang. Wenn eine Seite das nicht möchte, ist sie entweder falsch oder zumindest die falsche Wahl für den anderen. Dort, wo aufrichtige Liebe regiert, ist alles machbar.

  11. Dankbarkeit und Respekt

    Ein weiterer wesentlicher Bestandteil einer jeder zwischenmenschlichen Beziehung ist die Dankbarkeit und der Respekt. Wenn aufrichtige Liebe mit an Bord ist auf dem gemeinsamen Weg, wird jeder dem anderen immer wieder Dankbarkeit entgegenbringen. Das können Kleinigkeiten sein, wie das Lieblingsessen des anderen kochen oder ein warmes Bad einlassen nach der Arbeit. Dies zeigt dem Gegenüber auch den essenziellen Respekt als Mensch. Wenn Dankbarkeit mit einem Geldwert aufgewogen wird oder kein Gefühl von Respekt vorhanden ist, kann auch keine aufrichtige Liebe gedeihen und wachsen.

  12. Vertrauen und keine Geheimnisse

    Jede Beziehung zwischen zwei Menschen benötigen als Fundament das gegenseitige Vertrauen. Das klingt im ersten Moment selbstverständlich, jedoch zeigt die Realität ein komplett anderes Bild. Vertrauen bedeutet nämlich, alles mit dem anderen uneingeschränkt zu teilen, ohne verurteilt zu werden. Gerade in Liebesbeziehungen ist dies sehr wichtig, aber auch in Freundschaften und in der Familie bis zu einem gewissen Ausmaß. Wer essenzielle Aspekte der zwischenmenschlichen Beziehung versteckt, will in den meisten Fällen einen Fehler oder seine Unaufrichtigkeit verbergen. Gerade in Liebesbeziehungen sollte es kein Problem darstellen, dass der Lebenspartner z. B. auch an das Handy des anderen darf, wenn Bedarf dazu besteht. Wird dies doch vehement verweigert oder sogar mit Konsequenzen gedroht, dient das Handy wohl oder übel als Leichenkeller.

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Aufrichtige Liebe in Beziehungen erkennen und das Selbstwertgefühl schützen
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Die Bedeutung des Selbstwertgefühls für eine gesunde zwischenmenschliche Beziehung

Selbstwertgefühl ist ein wichtiger Baustein, der eine gesunde und erfüllende Beziehung ermöglicht. Es bezieht sich auf die Art und Weise, wie Individuen sich selbst wahrnehmen und bewerten, und kann die Beziehungsdynamik erheblich beeinflussen. Ein gesundes Selbstwertgefühl ist eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung starker, stabiler Beziehungen, da es die Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung erhöht.

Eine Person mit einem gesunden Selbstwertgefühl erkennt ihren eigenen Wert und akzeptiert ihre Stärken und Schwächen. Sie fühlt sich nicht von der Zustimmung oder Ablehnung anderer bedroht und kann so in der Beziehung authentisch auftreten. Dies schafft eine Grundlage für offene Kommunikation und Vertrauen, da die Bereitschaft vorhanden ist, aufrichtige Gefühle, Wünsche und Bedenken zu teilen.

Darüber hinaus fördert ein starkes Selbstwertgefühl die Unabhängigkeit in einer Beziehung. Es ermöglicht Individuen, eigene Interessen zu verfolgen und gleichzeitig die Beziehung aufrechtzuerhalten. Sie vertrauen darauf, dass die Beziehung bestehen bleibt, auch wenn sie Zeit für sich selbst benötigen. Dies fördert eine gesunde Balance von Gemeinsamkeit und individuellem Raum, was zu einer stabilen und erfüllenden Beziehung beiträgt.

Auf der anderen Seite kann ein geringes Selbstwertgefühl zu Abhängigkeit, Unsicherheit und Konflikten führen. Personen mit einem geringen Selbstwertgefühl neigen dazu, sich übermäßig auf die Meinungen und Anerkennung anderer zu stützen, um sich selbst gut zu fühlen. Sie können Schwierigkeiten haben, Grenzen zu setzen, aus Angst vor Ablehnung oder zurückweisung. Dies kann dazu führen, dass sie ihre Bedürfnisse und Gefühle unterdrücken, was schließlich zu Respektlosigkeit, Frustration und Unzufriedenheit in der Beziehung führen kann.

Schließlich ist das Selbstwertgefühl nicht nur für das individuelle Wohlbefinden, sondern auch für die Qualität der Beziehung entscheidend. Ein gesundes Selbstwertgefühl trägt zur Entwicklung einer starken, erfüllenden, aufrichtigen und respektvollen Beziehung bei. Es ermöglicht uns, unsere Bedürfnisse zu artikulieren und Grenzen zu setzen. Es fördert die Unabhängigkeit und das gegenseitige Verständnis und hilft uns, eine angemeßene Resilenz zu entwicklen.

 

Umgang mit Unsicherheit und Ängsten in einer zwischenmenschlichen Beziehung

Unsicherheit und Ängste sind natürliche menschliche Erfahrungen, die sich auch auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirken können. Der Umgang mit diesen Gefühlen erfordert bewusstes Bemühen, Kommunikation und Verständnis. Die folgenden Punkte können helfen, Unsicherheit und Ängste effektiv zu bewältigen.

Es ist essenziell, Gefühle zu akzeptieren und zu verstehen. Oftmals versuchen Menschen, ihre Ängste und Unsicherheiten zu ignorieren oder zu unterdrücken, in der Hoffnung, dass sie verschwinden. Allerdings können diese Gefühle, wenn sie nicht angesprochen werden, zu größerem Stress und Unbehagen bis hin zu schweren psychischen Störungen führen wie zum Beispiel Angststörungen. Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Ängste und Unsicherheiten zu erkennen, sie zu verstehen und anzuerkennen, dass es in Ordnung ist, diese Gefühle haben eine Daseinsberechtigung.

Eine offene Kommunikation zwischen den Parteien ist entscheidend. Teilen Sie Ihre Gefühle mit Ihrem Gegenüber und versuchen Sie, Ihre Ängste und Unsicherheiten zu artikulieren. Oftmals kann das bloße Aussprechen dieser Gefühle dazu beitragen, sie zu entmystifizieren und zu mildern. Es ermöglicht auch dem Gegenüber, Sie besser zu verstehen und Ihnen die Unterstützung zu bieten, die Sie benötigen.

Letztlich ist der Umgang mit Unsicherheit und Ängsten in einer zwischenmenschlichen Beziehung ein fortlaufender Prozess. Es erfordert Geduld, Offenheit und aufrichtige Liebe – erinnern Sie sich daran, dass es in Ordnung ist, Hilfe zu suchen. Wenn Ihre Ängste und Unsicherheiten überwältigend werden und eine zwischenmenschliche Beziehung oder Ihr Wohlbefinden stark beeinträchtigen, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Therapeut oder Berater kann Ihnen helfen, Ihre Gefühle zu verstehen und effektive Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

 

Die Rolle von Narzissmus und Euphemismus bei aufrichtiger Liebe

Die Begriffe Narzissmus und Euphemismus haben unterschiedliche Rollen und Auswirkungen auf das Fundament der aufrichtigen Liebe in jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Narzissmus, eine Persönlichkeitseigenschaft, die sich aufteilen lässt in den klassischen Narzissten oder den stillen oder auch verdeckten Narzissten. Beide Unterteilungen haben am Ende das gleiche Ziel, aber eine in sich gravierende unterschiedliche Herangehensweise. Eine detailliere Erläuterung zu beiden Sub-Typen finden Sie in unserer Publikation »Wie sich Narzissmus, Machiavellismus und Soziopathie (Dunkle Triade) in der modernen Gesellschaft ausbreitet«.

Generell trifft aber zu, dass eine Person mit starken narzisstischen Tendenzen dazu neigt, ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche über die des Gegenübers zu stellen, unabhängig davon, ob es sich um den Partner oder die Partnerin handelt oder ein Familienmitglied und Freunde. Dies kann zu einem Machtungleichgewicht in jeder zwischenmenschlichen Beziehung führen und das Gefühl von aufrichtiger Liebe und gegenseitiger Fürsorge untergraben. Die Grenze zwischen einem gesunden Selbstwertgefühl und einer schädlichen narzisstischen Tendenz, ist sehr klein und daher sollte die Bezeichnung »Du bist ein Narzisst«, nur mit äußerster Vorsicht getätigt werden.

Euphemismen sind mildere oder weniger verletzende Ausdrücke, die anstelle von härteren, offensiveren oder unangenehmeren Wörtern verwendet werden. In zwischenmenschlichen Beziehungen kann der Gebrauch von Euphemismen ein doppeltes Schwert sein. Einerseits können sie dazu dienen, harte Wahrheiten oder kritische Rückmeldungen in einer Weise zu kommunizieren, die weniger verletzend sind und das gegenseitige Verständnis fördert. In diesem Sinne könnten sie zur Aufrechterhaltung der Harmonie in einer zwischenmenschlichen Beziehung beitragen.

Auf der anderen Seite kann die übermäßige Verwendung von Euphemismen die Aufrichtigkeit und Offenheit in der Kommunikation untergraben, was essenziell für die Pflege aufrichtiger Liebe ist. Die Vermeidung schwieriger Gespräche oder die Verschleierung von Problemen durch den Gebrauch von Euphemismen kann dazu führen, dass wichtige Themen nicht angemessen angesprochen werden. Menschen, die an einer narzisstischen Tendenz leiden, setzen die Euphemismus-Methode gerne ein, um zu verhindern, dass das zerstörerische und ausbeuterische Verhalten aufliegt. Diese Methode geht oft Hand in Hand mit »Gaslighting« ein her.

In zwischenmenschlichen Beziehungen mit aufrichtiger Liebe geht es um Gleichgewicht, Respekt und offene Kommunikation. Extremer Narzissmus kann dieses Gleichgewicht stören und die Fähigkeit zur aufrichtigen Zuneigung und Fürsorge regelrecht zerstören. Euphemismen, wenn sie klug und in Maßen eingesetzt werden, können eine weichere Art der Kommunikation bieten, aber sie sollten nicht dazu dienen, ehrliche und offene Gespräche zu vermeiden. Grundsätzlich gilt, dass Aufrichtigkeit gegenüber anderen Menschen kein Privileg sein sollte, sondern zu unseren menschlichen Grundeigenschaften gehört.

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U04.-

Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS)

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Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS), nicht näher bezeichnet

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Krankheiten mit unklarer Ätiologie, belegte und nicht belegte Schlüsselnummern U07.-

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Die Verwendung der Schlüsselnummern U00-U49 ist der WHO vorbehalten, um eine provisorische Zuordnung von Krankheiten unklarer Genese zu ermöglichen. Im Bedarfsfall können notwendige Schlüsselnummern in EDV-Systemen nicht immer ad hoc bereitgestellt werden. Die vorliegende Spezifikation der Kategorie U07.- stellt sicher, dass diese Kategorie und die Subkategorien in EDV-Systemen jederzeit verfügbar sind und ihre Nutzung, nach Vorgabe durch die WHO, umgehend erfolgen kann.
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Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten (Vaporizer)

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COVID-19, Virus nachgewiesen

Coronavirus-Krankheit-2019, Virus nachgewiesen

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Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist, ungeachtet des Schweregrades des klinischen Befundes oder der Symptome.Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.
U07.2!

COVID-19, Virus nicht nachgewiesen

COVID-19 o.n.A.

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht.Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.
U08.-

COVID-19 in der Eigenanamnese

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U08.9

COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, um eine frühere, bestätigte Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) zu kodieren, die den Gesundheitszustand einer Person beeinflusst oder zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt, die Person aber nicht mehr an COVID-19 leidet.
U09.-!

Post-COVID-19-Zustand

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U09.9!

Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet

Kodierhinweis:
Diese Schlüsselnummer ist zu verwenden, wenn bei einer anderenorts klassifizierten Störung angegeben werden soll, dass sie in Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) steht. Diese Schlüsselnummer ist nicht anzuwenden, wenn COVID-19 noch vorliegt.
U10.-

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U10.9

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet

zeitlich assoziiert mit COVID-19

  • „Kawasaki-like“-Syndrom
  • Multisystem inflammatory syndrome in children (MIS-C)
  • Paediatric inflammatory multisystem syndrome (PIMS)
  • Zytokinsturm

 

Exkl.:

  • Mukokutanes Lymphknotensyndrom (Kawasaki-Krankheit) (M30.3)
  • Zytokinfreisetzungs-Syndrom (Cytokine release syndrome) (D76.4)
U11.-

Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U11.9

Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19, nicht näher bezeichnet

COVID-19-Impfung (prophylaktisch)

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, um bei einer Person anzugeben, dass sie das Gesundheitswesen zum Zweck der COVID-19-Impfung in Anspruch nimmt.Benutze diese Schlüsselnummer im Geltungsbereich der §§ 17b KHG und 17d KHG bei einer Person zusätzlich zu anderen Schlüsselnummern. Für den Fall, dass im vorgenannten Geltungsbereich die COVID-19-Impfung selbst Anlass der Inanspruchnahme ist, benutze primär die Schlüsselnummer Z25.8 und zusätzlich die Schlüsselnummer U11.9.

U12.-!

Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U12.9!

Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet

Unerwünschte Nebenwirkungen von COVID-19-Impfstoffen bei indikationsgerechter Anwendung und in korrekter (prophylaktischer) Dosierung

Kodierhinweis:
Diese sekundäre Schlüsselnummer ist wie eine Schlüsselnummer des Kapitels XX Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität zu benutzen. Benutze zusätzlich eine primäre Schlüsselnummer eines anderen Kapitels der Klassifikation, um die Art der unerwünschten Nebenwirkung anzugeben.

U50.-

Motorische Funktionseinschränkung

Hinweis:
Einmalige Kodierung der motorischen Funktionseinschränkung innerhalb der ersten fünf stationären Behandlungstage; bei veränderten Werten innerhalb dieser Zeit ist der höchste Punktwert zu verschlüsseln. Bei geriatrischer oder frührehabilitativer Behandlung erfolgt die Kodierung analog zu Beginn dieser Behandlung. Die Kodierung erfordert den Einsatz eines der aufgeführten standardisierten Testverfahren (FIM: Functional Independence Measure™).
U50.0-

Keine oder geringe motorische Funktionseinschränkung

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U50.00

Barthel-Index: 100 Punkte

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U50.01

Motorischer FIM: 85-91 Punkte

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Support Anfrage

Die folgenden vierten Stellen sind bei den Kategorien F10-F19 zu benutzen, wenn das Ausmaß der Verhaltensstörung angegeben werden soll:

.0 / Akute Intoxikation (akuter Rausch)

Ein Zustandsbild nach Aufnahme einer psychotropen Substanz mit Störungen von Bewusstseinslage, kognitiven Fähigkeiten, Wahrnehmung, Affekt und Verhalten oder anderer psychophysiologischer Funktionen und Reaktionen. Die Störungen stehen in einem direkten Zusammenhang mit den akuten pharmakologischen Wirkungen der Substanz und nehmen bis zur vollständigen Wiederherstellung mit der Zeit ab, ausgenommen in den Fällen, bei denen Gewebeschäden oder andere Komplikationen aufgetreten sind. Komplikationen können ein Trauma, Aspiration von Erbrochenem, Delir, Koma, Krampfanfälle und andere medizinische Folgen sein. Die Art dieser Komplikationen hängt von den pharmakologischen Eigenschaften der Substanz und der Aufnahmeart ab.

  • Akuter Rausch bei Alkoholabhängigkeit
  • Pathologischer Rausch
  • Rausch o.n.A.
  • Trance und Besessenheitszustände bei Intoxikation mit psychotropen Substanzen
  • "Horrortrip" (Angstreise) bei halluzinogenen Substanzen

 

Exkl.:
Intoxikation im Sinne einer Vergiftung (T36-T50)

.1 / Schädlicher Gebrauch