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Sexueller Kindesmissbrauch – Tabuthema und warum Aufklärung und Prävention so wichtig sind

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Einleitung
Sexueller Kindesmissbrauch hat verheerende Auswirkungen auf Kinder. Kurz- und langfristige Folgen können auftreten und das Leben des Kindes für immer verändern. Die psychischen Auswirkungen reichen von Verhaltensproblemen und emotionaler Instabilität bis hin zu schweren psychischen Störungen und Suizidgedanken. Leider können in vielen Fällen die Opfer nicht über ihre Erfahrungen sprechen und fühlen sich von der Gesellschaft isoliert und unverstanden. Mit dieser Publikation wollen wir dieses Tabuthema aufgreifen und eine Sensibilisierung fördern bezüglich sexuellen Kindesmissbrauch. Es ist auch entscheidend, dass wir uns als Gesellschaft für Aufklärung und Prävention engagieren, um das Bewusstsein und Verständnis für dieses Thema zu erhöhen und die betroffenen Kinder zu schützen.
Publikation

Sexueller Kindesmissbrauch und seine verheerenden Auswirkungen auf Kinder

Sexueller Kindesmissbrauch ist ein Tabuthema, das leider immer noch viel zu oft verschwiegen wird. Doch die Auswirkungen auf die betroffenen Kinder sind verheerend und langfristig spürbar. Laut dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) sind in Deutschland jährlich etwa 12.000 Kinder und Jugendliche von sexuellem Missbrauch betroffen. Doch wie äußert sich dieser Missbrauch von Kindern und Jugendlichen und welche Folgen hat er?

Eine der möglichen Anzeichen für sexuellen Missbrauch bei Kindern ist, dass sie sich plötzlich anders verhalten als zuvor. Sie können zum Beispiel in sich gekehrt sein, sich ängstlich oder unsicher verhalten oder unerklärliche körperliche Beschwerden haben. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Anzeichen auch bei anderen Problemen auftreten können und daher nicht unbedingt auf sexuellen Missbrauch hinweisen müssen.

Die psychischen Folgen von sexueller Kindesmisshandlung sind oft langfristig und können zu schweren psychischen Störungen führen. Dazu zählen zum Beispiel posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen oder Essstörungen. Kinder, die sexuellen Missbrauch erleben, haben oft Schwierigkeiten, Vertrauen aufzubauen, und neigen dazu, sich von anderen Menschen zurückzuziehen. Die psychischen Folgen können ein Leben lang anhalten und das Wohlbefinden der betroffenen Person erheblich beeinträchtigen.

Daher ist es umso wichtiger, über sexuellen Kindesmissbrauch aufzuklären und Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Zum Beispiel können Eltern ihre Kinder über sexuelle Grenzen aufklären und ihnen vermitteln, dass sie sich bei unangenehmen Situationen an sie wenden können. Schulen und Kindergärten sollten Lehrpläne und pädagogische Konzepte entwickeln, um das Bewusstsein für das Thema sexueller Kindesmissbrauch zu erhöhen und den Kindern die richtigen Verhaltensweisen zu vermitteln.

 

Was ist sexueller Kindesmissbrauch?

Sexueller Kindesmissbrauch ist ein schwerwiegendes Problem, das leider viel zu häufig vorkommt. Laut den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) wurden im Jahr 2020 in Deutschland über 15.000 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch polizeilich erfasst. Das sind nur die Fälle, die gemeldet wurden. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen.

Aber was genau ist sexueller Kindesmissbrauch? Der Gesetzgeber definiert ihn als sexuelle Handlung an einem Kind, die entweder gegen den Willen des Kindes stattfindet oder bei der das Kind noch nicht in der Lage ist, den Sachverhalt zu verstehen oder seinen Willen zu bilden (§ 176 StGB Sexueller Missbrauch von Kindern). Sexueller Kindesmissbrauch kann verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel Berührungen an den Genitalien, sexuelle Handlungen vor dem Kind oder sexuelle Übergriffe mit körperlicher Gewalt.

Die Folgen von sexuellem Kindesmissbrauch können verheerend sein. Viele Betroffene leiden ein Leben lang unter den psychischen und physischen Auswirkungen. Die psychischen Folgen können Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Schlafstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen sein. Auch soziale Probleme wie Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen oder im Arbeitsleben sind häufig. Es ist wichtig zu betonen, dass die Auswirkungen von sexuellem Kindesmissbrauch sehr individuell sind und von Person zu Person unterschiedlich sein können.

Es kann schwierig sein, sexuellen Kindesmissbrauch zu erkennen, auch wenn es bestimmte Anzeichen gibt, die auf einen möglichen Missbrauch hinweisen können. Dazu gehören zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten, plötzliche Stimmungsschwankungen, Rückzug aus sozialen Kontakten, Schlafstörungen und Aggressivität. Es ist wichtig, diese Anzeichen ernst zu nehmen und bei einem Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch umgehend professionelle Hilfe zu suchen.

Sexueller Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen, das strafrechtlich verfolgt wird. Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Kind in Ihrem Umfeld Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch geworden ist, sollten Sie sich an die Polizei oder eine Fachberatungsstelle wenden. Es ist wichtig, das Thema ernst zu nehmen und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen.

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Unterscheidung von harmlosen Berührungen und unangemessenen Berührungen

Harmlose Berührungen und unangemessene Berührungen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, die oft miteinander verwechselt werden. Besonders im Kontext von Kindesmisshandlung ist es wichtig, diese Unterscheidung zu treffen, um potenziell gefährliche Situationen zu vermeiden.

Harmlose Berührungen sind Berührungen, die keine negativen Auswirkungen auf die betroffene Person haben. Diese können beispielsweise Umarmungen, Schulterklopfen oder Handshakes sein. Solche Berührungen dienen oft der Kommunikation von Zuneigung oder Wertschätzung und werden als positiv empfunden.

Unangemessene Berührungen hingegen sind Berührungen, die eine Person ungewollt und/oder negativ beeinflussen können. Solche Berührungen können sexueller Natur sein, was oft mit sexuellem Kindesmissbrauch assoziiert wird. Sexueller Kindesmissbrauch beinhaltet jede sexuelle Handlung, die an oder vor einem Kind durchgeführt wird, unabhängig davon, ob es zu körperlichem Kontakt kommt oder nicht.

Zahlen aus dem Jahr 2019 des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs zeigen, dass insgesamt 13.810 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern unter 14 Jahren in Deutschland gemeldet wurden. Doch nicht jeder Fall von sexuellem Missbrauch beinhaltet unangemessene Berührungen. Manchmal kann auch nonverbaler Missbrauch wie Exhibitionismus oder das Zeigen von pornografischem Material einbezogen werden.

Unangemessene Berührungen können auch bei Erwachsenen vorkommen. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass eine Person von jemandem berührt wird, ohne dass sie dies möchte oder ohne ihre Zustimmung. In solchen Fällen ist es wichtig, dass sich die betroffene Person traut, ihre Grenzen zu setzen und sich gegebenenfalls Hilfe zu suchen.

Mögliche Anzeichen von sexuellem Missbrauch bei Kindern können unter anderem Verhaltensänderungen, Schlafstörungen oder emotionale Instabilität sein. Diese Anzeichen müssen jedoch nicht zwangsläufig auf sexuellen Missbrauch zurückzuführen sein und können auch andere Ursachen haben. Es ist wichtig, dass Eltern, Erzieher und andere Bezugspersonen aufmerksam bleiben und gegebenenfalls professionelle Hilfe suchen, um eine adäquate Unterstützung zu gewährleisten.

 

Sexueller Kindesmissbrauch - Tabuthema und warum Aufklärung und Prävention so wichtig sind
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Typische Auswirkungen für das Kind nach einem sexuellen Missbrauch

Sexueller Kindesmissbrauch ist eine verheerende Straftat, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Opfer haben kann. Kinder, die sexuellen Missbrauch erfahren haben, können eine Vielzahl von Symptomen und Verhaltensänderungen aufweisen, die ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen können.

Kinder, die sexuellen Missbrauch erfahren haben, können Verhaltensänderungen wie Aggressivität, Isolation, Rückzug, Hyperaktivität oder Schuldgefühle zeigen. Sie können auch Schlafstörungen, Essstörungen oder Schmerzen ohne erkennbare körperliche Ursache entwickeln. Viele Opfer von sexuellem Missbrauch entwickeln zudem Angstzustände, Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS).

Laut einer Studie der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) leiden fast 90% der Opfer von sexuellem Missbrauch unter langfristigen psychischen Folgen. Dazu gehören unter anderem Verlust des Selbstvertrauens, Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Selbstverletzung und Suizidgedanken.

Opfer von sexuellem Missbrauch haben oft Schwierigkeiten, Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Sie können Schwierigkeiten haben, anderen Menschen zu vertrauen und intime Beziehungen zu pflegen. Viele Opfer haben auch Probleme mit sexueller Identität und sexueller Funktionsstörung.

Darüber hinaus kann sexueller Missbrauch auch zu körperlichen Schäden führen. Zum Beispiel können Opfer sexuell übertragbare Krankheiten oder ungewollte Schwangerschaften entwickeln.

Es ist wichtig zu betonen, dass jeder Mensch anders auf sexuellen Missbrauch reagiert und es keine einheitliche Reaktion gibt. Einige Opfer können sofort reagieren, während andere möglicherweise erst Jahre später Symptome entwickeln.

Es ist wichtig, dass Opfer von sexuellem Missbrauch Unterstützung und Hilfe suchen, um ihre Symptome zu bewältigen und ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden wiederherzustellen. Psychotherapie, Medikamente und andere Behandlungen können dazu beitragen, die Symptome zu lindern und den Heilungsprozess zu unterstützen.

 

Tabuisierung des Themas in der Gesellschaft

Die Tabuisierung des Themas sexueller Kindesmissbrauch in der Gesellschaft ist ein ernsthaftes Problem. Trotz der Tatsache, dass sexueller Missbrauch von Kindern eine weit verbreitete Realität ist, wird das Thema oft totgeschwiegen oder tabuisiert. Das hat zur Folge, dass viele Kinder weiterhin Opfer von sexuellem Missbrauch werden und die Täter oft straffrei davonkommen.

Ein Grund für die Tabuisierung ist die Scham, die mit dem Thema einhergeht. Opfer von sexuellem Missbrauch fühlen sich oft schuldig und schämen sich für das, was ihnen angetan wurde. Diese Scham führt dazu, dass sie oft nicht über das Erlebte sprechen und das Thema somit weiterhin tabuisieren. Auch die Gesellschaft selbst scheint das Thema nicht ansprechen zu wollen, weil es unangenehm und belastend ist. Dabei ist es wichtig, das Thema offen anzusprechen und aufzuklären, um Kinder besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen und den Tätern das Handwerk zu legen.

Eine weitere Ursache für die Tabuisierung ist das Fehlen von Aufklärung und Information. Viele Menschen wissen nicht genug über das Thema sexueller Missbrauch von Kindern und die damit einhergehenden Folgen. Dadurch wird das Thema oft als zu schwierig oder zu heikel empfunden und gemieden. Dabei ist es wichtig, dass die Gesellschaft besser informiert wird und das Thema ausführlich besprochen wird. Nur so kann ein Bewusstsein für das Ausmaß des Problems geschaffen werden und Präventionsmaßnahmen effektiver durchgeführt werden.

Ein weiteres Problem ist die Stigmatisierung von Opfern und Tätern. Opfer von sexuellem Missbrauch werden oft stigmatisiert und in der Gesellschaft ausgegrenzt. Auch Täter werden oft stigmatisiert und als „Monster“ abgestempelt, was dazu führen kann, dass die Gesellschaft das Thema nicht offen anspricht. Dabei ist es wichtig, dass Täter zur Verantwortung gezogen werden und Opfer Unterstützung und Hilfe erfahren, um das Erlebte zu verarbeiten.

 

Fehlende Information und Prävention durch Aufklärung

Wie die Zahlen des Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs bereits gezeigt hat, ist das Thema noch immer präsent und muss dringend angegangen werden. Eine wichtige Rolle spielen hierbei Information und Prävention durch Aufklärung.

In vielen Familien und Schulen wird das Thema immer noch tabuisiert und Kinder werden oft nicht ausreichend über sexuellen Missbrauch aufgeklärt. Dabei ist es wichtig, dass Kinder schon früh lernen, was sexueller Missbrauch ist, wie sie sich davor schützen können und dass es nicht ihre Schuld ist, wenn ihnen etwas passiert. Aufklärung kann hierbei helfen, denn wenn Kinder wissen, was sexueller Missbrauch ist, können sie auch schneller erkennen, wenn ihnen etwas Ungewöhnliches widerfährt.

Doch nicht nur Kinder müssen aufgeklärt werden, auch Erwachsene sollten über das Thema Bescheid wissen. Denn oft sind es Erwachsene, die als Täter auftreten und Kinder missbrauchen. Wenn Erwachsene wissen, wie sie Kinder schützen können und welche Anzeichen auf sexuellen Missbrauch hinweisen können, können sie im Ernstfall schneller reagieren und Kindern helfen.

Leider gibt es immer noch zu wenig Angebote zur Prävention von sexuellem Missbrauch. Die Aufklärungsarbeit muss daher verstärkt werden. Hierbei können beispielsweise Schulungen für Erzieher, Lehrer und andere pädagogische Fachkräfte helfen. Diese können lernen, wie sie Kinder schützen können und wie sie im Ernstfall reagieren müssen. Auch für Eltern sollten entsprechende Angebote geschaffen werden, damit sie ihre Kinder besser schützen können.

Zusätzlich sollten Opfer von sexuellem Missbrauch besser unterstützt werden. Viele Opfer schweigen aus Scham und haben Schwierigkeiten, über das Erlebte zu sprechen. Doch es ist wichtig, dass Opfer Unterstützung und Hilfe bekommen, um das Erlebte zu verarbeiten. Psychologische Hilfe kann hierbei eine wichtige Rolle spielen und Betroffenen helfen, das Trauma zu überwinden.

 

Sexueller Kindesmissbrauch - Tabuthema und warum Aufklärung und Prävention so wichtig sind
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Warnzeichen erkennen und sichere Orte und Personen identifizieren, denen Kinder sich anvertrauen können

Kinder sind oft nicht in der Lage, sich selbst zu schützen, insbesondere gegen sexuellen Kindesmissbrauch. Es liegt daher in der Verantwortung der Erwachsenen, diejenigen Orte und Personen zu identifizieren, denen Kinder sich anvertrauen können. Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch ist, Warnzeichen bei Kindern zu erkennen.

Es gibt viele Warnzeichen, auf die man achten sollte, um sexuellen Missbrauch bei Kindern zu erkennen. Dazu gehören Verhaltensänderungen, körperliche Verletzungen oder Schmerzen, Alpträume und Schlafstörungen, sowie ungewöhnliche sexuelle Aktivitäten und Verhaltensweisen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Warnzeichen nicht immer eindeutig sind und dass nicht alle Kinder sie zeigen. Daher ist es entscheidend, ein offenes Ohr und Auge zu haben, um potenzielle Probleme zu erkennen.

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Vermeidung von sexuellem Kindesmissbrauch ist es, Kindern sichere Orte und Personen zu bieten, an die sie sich im Falle eines Vorfalls wenden können. Dazu gehören beispielsweise vertrauenswürdige Erwachsene wie Lehrer, Trainer, Ärzte und Psychologen. Es ist auch hilfreich, Kindern die Telefonnummern von Hotlines oder Organisationen zu geben (siehe Kapitel – Professionelle Hilfe und Unterstützungsgruppen), die Kindern in Not helfen können. Darüber hinaus sollten Kinder aufgefordert werden, ihre Gefühle und Sorgen mit vertrauenswürdigen Personen zu teilen.

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Die Rolle der Eltern, Schulen und Gemeinschaften bei einem Vorfall

Es ist wichtig, dass Kinder in einer sicheren Umgebung aufwachsen und dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, dafür sorgen, dass dies der Fall ist. Die Rolle der Eltern, Schulen und Gemeinschaften bei einem Vorfall von sexuellem Kindesmissbrauch kann dabei entscheidend sein.

Eltern spielen eine wichtige Rolle, indem sie ihren Kindern beibringen, welche Verhaltensweisen angemessen und welche nicht angemessen sind. Sie sollten ihren Kindern auch beibringen, wie sie Grenzen setzen können und dass sie sich jederzeit an vertrauenswürdige Erwachsene wenden können, wenn sie sich unwohl oder bedroht fühlen. Wenn ein Kind Opfer von sexuellem Missbrauch wird, müssen die Eltern schnell handeln, um ihr Kind zu schützen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Schulen sind ebenfalls wichtige Partner bei der Prävention von sexuellem Missbrauch. Sie sollten ihre Lehrer und Mitarbeiter dahingehend schulen, wie sie Anzeichen von sexuellem Missbrauch erkennen können und wie sie darauf reagieren sollten. Schulen sollten auch eine Umgebung schaffen, in der Kinder sich sicher und unterstützt fühlen. Sie sollten sicherstellen, dass Kinder wissen, wo sie sich melden können, wenn sie sich unwohl fühlen oder wenn sie glauben, dass sie sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind.

Gemeinschaften können auch eine wichtige Rolle bei der Prävention von sexuellem Missbrauch spielen. Sie sollten Initiativen starten, um das Bewusstsein für das Thema zu erhöhen und die Menschen darüber zu informieren, wie sie sexuellen Missbrauch erkennen und melden können. Es ist auch wichtig, dass Gemeinschaften sichere Orte für Kinder schaffen, an denen sie spielen und lernen können. Diese Orte sollten von vertrauenswürdigen Erwachsenen überwacht werden, die geschult sind, um Anzeichen von sexuellem Missbrauch zu erkennen und darauf zu reagieren.

Wenn ein Vorfall von sexuellem Missbrauch gemeldet wird, sollten alle Beteiligten sofort handeln, um das Opfer zu schützen und ihm zu helfen. Es ist wichtig, dass das Opfer ernst genommen wird und dass es Zugang zu professioneller Hilfe erhält. Die Zusammenarbeit von Eltern, Schulen und Gemeinschaften kann dazu beitragen, dass sexueller Kindesmissbrauch verhindert wird und dass Kinder in einer sicheren Umgebung aufwachsen können.

 

Professionelle Hilfe und Unterstützungsgruppen

Es kann sehr hilfreich sein, professionelle Hilfe und Unterstützung von anderen Betroffenen zu suchen. In Deutschland, Schweiz und Österreich gibt es einige Anlaufstellen, an die sich Opfer und ihre Familien wenden können, um Unterstützung zu erhalten.

In Deutschland sind zum Beispiel die Nummer gegen Kummer, der Kinderschutzbund Bundesverband oder die Webseite Wildwasser hilfreiche Anlaufstellen.

In der Schweiz sind die Anlaufstellen Schweizerischer Kinderschutz, die Opferhilfe Schweiz oder die Fachstelle für sexuelle Gewalt, TOP-Adressen für Hilfesuchende.

In Österreich sind Rat auf Draht, Kinderschutzzentren Österreich und das Österreichische Institut für Sexualpädagogik gute Stellen.

Es ist wichtig, dass Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch nicht alleine bleiben und sich Hilfe suchen. Die genannten Anlaufstellen sind nur einige der vielen Organisationen, die Unterstützung bieten. Es ist wichtig, dass sich Opfer und ihre Familien informieren und die für sie passende Unterstützung suchen.

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U04.-

Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS)

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U04.9

Schweres akutes respiratorisches Syndrom (SARS), nicht näher bezeichnet

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U07.-

Krankheiten mit unklarer Ätiologie, belegte und nicht belegte Schlüsselnummern U07.-

Hinweis:
Die Verwendung der Schlüsselnummern U00-U49 ist der WHO vorbehalten, um eine provisorische Zuordnung von Krankheiten unklarer Genese zu ermöglichen. Im Bedarfsfall können notwendige Schlüsselnummern in EDV-Systemen nicht immer ad hoc bereitgestellt werden. Die vorliegende Spezifikation der Kategorie U07.- stellt sicher, dass diese Kategorie und die Subkategorien in EDV-Systemen jederzeit verfügbar sind und ihre Nutzung, nach Vorgabe durch die WHO, umgehend erfolgen kann.
U07.0!

Gesundheitsstörung im Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten (Vaporizer)

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U07.1!

COVID-19, Virus nachgewiesen

Coronavirus-Krankheit-2019, Virus nachgewiesen

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 durch einen Labortest nachgewiesen ist, ungeachtet des Schweregrades des klinischen Befundes oder der Symptome.Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.
U07.2!

COVID-19, Virus nicht nachgewiesen

COVID-19 o.n.A.

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, wenn COVID-19 klinisch-epidemiologisch bestätigt ist und das Virus nicht durch Labortest nachgewiesen wurde oder kein Labortest zur Verfügung steht.Benutze zunächst Schlüsselnummern, um das Vorliegen einer Pneumonie oder anderer Manifestationen oder von Kontaktanlässen anzugeben.
U08.-

COVID-19 in der Eigenanamnese

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U08.9

COVID-19 in der Eigenanamnese, nicht näher bezeichnet

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, um eine frühere, bestätigte Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) zu kodieren, die den Gesundheitszustand einer Person beeinflusst oder zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führt, die Person aber nicht mehr an COVID-19 leidet.
U09.-!

Post-COVID-19-Zustand

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U09.9!

Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet

Kodierhinweis:
Diese Schlüsselnummer ist zu verwenden, wenn bei einer anderenorts klassifizierten Störung angegeben werden soll, dass sie in Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) steht. Diese Schlüsselnummer ist nicht anzuwenden, wenn COVID-19 noch vorliegt.
U10.-

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U10.9

Multisystemisches Entzündungssyndrom in Verbindung mit COVID-19, nicht näher bezeichnet

zeitlich assoziiert mit COVID-19

  • „Kawasaki-like“-Syndrom
  • Multisystem inflammatory syndrome in children (MIS-C)
  • Paediatric inflammatory multisystem syndrome (PIMS)
  • Zytokinsturm

 

Exkl.:

  • Mukokutanes Lymphknotensyndrom (Kawasaki-Krankheit) (M30.3)
  • Zytokinfreisetzungs-Syndrom (Cytokine release syndrome) (D76.4)
U11.-

Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U11.9

Notwendigkeit der Impfung gegen COVID-19, nicht näher bezeichnet

COVID-19-Impfung (prophylaktisch)

Kodierhinweis:
Benutze diese Schlüsselnummer, um bei einer Person anzugeben, dass sie das Gesundheitswesen zum Zweck der COVID-19-Impfung in Anspruch nimmt.Benutze diese Schlüsselnummer im Geltungsbereich der §§ 17b KHG und 17d KHG bei einer Person zusätzlich zu anderen Schlüsselnummern. Für den Fall, dass im vorgenannten Geltungsbereich die COVID-19-Impfung selbst Anlass der Inanspruchnahme ist, benutze primär die Schlüsselnummer Z25.8 und zusätzlich die Schlüsselnummer U11.9.

U12.-!

Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U12.9!

Unerwünschte Nebenwirkungen bei der Anwendung von COVID-19-Impfstoffen, nicht näher bezeichnet

Unerwünschte Nebenwirkungen von COVID-19-Impfstoffen bei indikationsgerechter Anwendung und in korrekter (prophylaktischer) Dosierung

Kodierhinweis:
Diese sekundäre Schlüsselnummer ist wie eine Schlüsselnummer des Kapitels XX Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität zu benutzen. Benutze zusätzlich eine primäre Schlüsselnummer eines anderen Kapitels der Klassifikation, um die Art der unerwünschten Nebenwirkung anzugeben.

U50.-

Motorische Funktionseinschränkung

Hinweis:
Einmalige Kodierung der motorischen Funktionseinschränkung innerhalb der ersten fünf stationären Behandlungstage; bei veränderten Werten innerhalb dieser Zeit ist der höchste Punktwert zu verschlüsseln. Bei geriatrischer oder frührehabilitativer Behandlung erfolgt die Kodierung analog zu Beginn dieser Behandlung. Die Kodierung erfordert den Einsatz eines der aufgeführten standardisierten Testverfahren (FIM: Functional Independence Measure™).
U50.0-

Keine oder geringe motorische Funktionseinschränkung

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
U50.00

Barthel-Index: 100 Punkte

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U50.01

Motorischer FIM: 85-91 Punkte

Die ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu der Schlüsselnummer.
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Support Anfrage

Die folgenden vierten Stellen sind bei den Kategorien F10-F19 zu benutzen, wenn das Ausmaß der Verhaltensstörung angegeben werden soll:

.0 / Akute Intoxikation (akuter Rausch)

Ein Zustandsbild nach Aufnahme einer psychotropen Substanz mit Störungen von Bewusstseinslage, kognitiven Fähigkeiten, Wahrnehmung, Affekt und Verhalten oder anderer psychophysiologischer Funktionen und Reaktionen. Die Störungen stehen in einem direkten Zusammenhang mit den akuten pharmakologischen Wirkungen der Substanz und nehmen bis zur vollständigen Wiederherstellung mit der Zeit ab, ausgenommen in den Fällen, bei denen Gewebeschäden oder andere Komplikationen aufgetreten sind. Komplikationen können ein Trauma, Aspiration von Erbrochenem, Delir, Koma, Krampfanfälle und andere medizinische Folgen sein. Die Art dieser Komplikationen hängt von den pharmakologischen Eigenschaften der Substanz und der Aufnahmeart ab.

  • Akuter Rausch bei Alkoholabhängigkeit
  • Pathologischer Rausch
  • Rausch o.n.A.
  • Trance und Besessenheitszustände bei Intoxikation mit psychotropen Substanzen
  • "Horrortrip" (Angstreise) bei halluzinogenen Substanzen

 

Exkl.:
Intoxikation im Sinne einer Vergiftung (T36-T50)

.1 / Schädlicher Gebrauch

Konsum psychotroper Substanzen, der zu Gesundheitsschädigung führt. Diese kann als körperliche Störung auftreten, etwa in Form einer Hepatitis nach Selbstinjektion der Substanz oder als psychische Störung, z. B. als depressive Episode durch massiven Alkoholkonsum.

  • Missbrauch psychotroper Substanzen
.2 / Abhängigkeitssyndrom

Eine Gruppe von Verhaltens-, kognitiven und körperlichen Phänomenen, die sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickeln. Typischerweise besteht ein starker Wunsch, die Substanz einzunehmen, Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und anhaltender Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen. Dem Substanzgebrauch wird Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen gegeben. Es entwickelt sich eine Toleranzerhöhung und manchmal ein körperliches Entzugssyndrom.

Das Abhängigkeitssyndrom kann sich auf einen einzelnen Stoff beziehen (z. B. Tabak, Alkohol oder Diazepam), auf eine Substanzgruppe (z. B. opiatähnliche Substanzen), oder auch auf ein weites Spektrum pharmakologisch unterschiedlicher Substanzen.

  • Chronischer Alkoholismus
  • Dipsomanie
  • Nicht näher bezeichnete Drogensucht
.3 / Entzugssyndrom

Es handelt sich um eine Gruppe von Symptomen unterschiedlicher Zusammensetzung und Schwere nach absolutem oder relativem Entzug einer psychotropen Substanz, die anhaltend konsumiert worden ist. Beginn und Verlauf des Entzugssyndroms sind zeitlich begrenzt und abhängig von der Substanzart und der Dosis, die unmittelbar vor der Beendigung oder Reduktion des Konsums verwendet worden ist. Das Entzugssyndrom kann durch symptomatische Krampfanfälle kompliziert werden.

.4 / Entzugssyndrom mit Delir

Ein Zustandsbild, bei dem das Entzugssyndrom (siehe vierte Stelle .3) durch ein Delir, (siehe Kriterien für F05.-) kompliziert wird. Symptomatische Krampfanfälle können ebenfalls auftreten. Wenn organische Faktoren eine beträchtliche Rolle in der Ätiologie spielen, sollte das Zustandsbild unter F05.8 klassifiziert werden.

  • Delirium tremens (alkoholbedingt)
.5 / Psychotische Störung

Eine Gruppe psychotischer Phänomene, die während oder nach dem Substanzgebrauch auftreten, aber nicht durch eine akute Intoxikation erklärt werden können und auch nicht Teil eines Entzugssyndroms sind. Die Störung ist durch Halluzinationen (typischerweise akustische, oft aber auf mehr als einem Sinnesgebiet), Wahrnehmungsstörungen, Wahnideen (häufig paranoide Gedanken oder Verfolgungsideen), psychomotorische Störungen (Erregung oder Stupor) sowie abnorme Affekte gekennzeichnet, die von intensiver Angst bis zur Ekstase reichen können. Das Sensorium ist üblicherweise klar, jedoch kann das Bewusstsein bis zu einem gewissen Grad eingeschränkt sein, wobei jedoch keine ausgeprägte Verwirrtheit auftritt.

  • Alkoholhalluzinose
  • Alkoholische Paranoia
  • Alkoholischer Eifersuchtswahn
  • Alkoholpsychose o.n.A.

 

Exkl.:
Durch Alkohol oder psychoaktive Substanzen bedingter Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung (F10-F19, vierte Stelle .7)

.6 / Amnestisches Syndrom

Ein Syndrom, das mit einer ausgeprägten andauernden Beeinträchtigung des Kurz- und Langzeitgedächtnisses einhergeht. Das Immediatgedächtnis ist gewöhnlich erhalten, und das Kurzzeitgedächtnis ist mehr gestört als das Langzeitgedächtnis. Die Störungen des Zeitgefühls und des Zeitgitters sind meist deutlich, ebenso wie die Lernschwierigkeiten. Konfabulationen können ausgeprägt sein, sind jedoch nicht in jedem Fall vorhanden. Andere kognitive Funktionen sind meist relativ gut erhalten, die amnestischen Störungen sind im Verhältnis zu anderen Beeinträchtigungen besonders ausgeprägt.

  • Alkohol- oder substanzbedingte amnestische Störung
  • Durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingte Korsakowpsychose
  • Nicht näher bezeichnetes Korsakow-Syndrom
  • Soll ein assoziiertes Wernicke-Syndrom angegeben werden, sind zusätzliche Schlüsselnummern (E51.2† G32.8*) zu benutzen.

 

Exkl.:
Nicht alkoholbedingte(s) Korsakow-Psychose oder -Syndrom (F04)

.7 / Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung

Eine Störung, bei der alkohol- oder substanzbedingte Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten, des Affektes, der Persönlichkeit oder des Verhaltens über einen Zeitraum hinaus bestehen, in dem noch eine direkte Substanzwirkung angenommen werden kann.

Der Beginn dieser Störung sollte in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gebrauch der psychotropen Substanz stehen. Beginnt das Zustandsbild nach dem Substanzgebrauch, ist ein sicherer und genauer Nachweis notwendig, dass der Zustand auf Effekte der psychotropen Substanz zurückzuführen ist. Nachhallphänomene (Flashbacks) unterscheiden sich von einem psychotischen Zustandsbild durch ihr episodisches Auftreten, durch ihre meist kurze Dauer und das Wiederholen kürzlich erlebter alkohol- oder substanzbedingter Erlebnisse.

  • Alkoholdemenz o.n.A.
  • Chronisches hirnorganisches Syndrom bei Alkoholismus
  • Demenz und andere leichtere Formen anhaltender Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten
  • Nachhallzustände (Flashbacks)
    Posthalluzinogene
  • Wahrnehmungsstörung
  • Residuale affektive Störung
  • Residuale Störung der Persönlichkeit und des Verhaltens
  • Verzögert auftretende psychotische Störung durch psychotrope Substanzen bedingt

 

Exkl.:

  • Alkohol- oder substanzbedingt:
    Korsakow-Syndrom (F10-F19, vierte Stelle .6)
  • psychotischer Zustand (F10-F19, vierte Stelle .5)
.8 / Sonstige psychische und Verhaltensstörungen

Das ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu dieser Zusatzcodierung

.9 / Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung

Das ICD-10 hat keine nähere Beschreibung zu dieser Zusatzcodierung

Quellenangaben

Wir beziehen alle Angaben zu den Diagnosebilder / Störungsbilder aus dem BfArM, der WHO & der American Psychological Association (APA).

Sicherheitsangaben

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Psychologie

Schweregrad-Kriterien für Autismus-Spektrum-Störung nach DSM-5

Schweregrad 1
(Unterstützung Erforderlich)

Soziale Kommunikation:

Die Einschränkungen in der sozialen Kommunikation verursachen ohne Unterstützung bemerkbare Beeinträchtigungen. Schwierigkeiten bei der Initiierung sozialer Interaktionen sowie einzelne deutliche Beispiele von unüblichen oder erfolglosen Reaktionen auf soziale Kontaktangebote anderer. Scheinbar vermindertes Interesse an sozialen Interaktionen. Die Person ist z.B. in der Lage, in ganzen Sätzen zu sprechen und sich jemandem mitzuteilen, aber ihre Versuche zu wechselseitiger Konversation misslingen, ihre Bemühungen, Freundschaften zu schließen, wirken merkwürdig und sind in der Regel erfolglos.

 

Restriktive, repetitive Verhaltensweisen:

Unflexibilität des Verhaltens führt zu deutlichen Funktionsbeeinträchtigungen in einem oder mehreren Bereichen. Schwierigkeiten, zwischen Aktivitäten zu wechseln. Probleme in der Organisation und Planung beeinträchtigen die Selbstständigkeit.

Schweregrad 2
(Umfangreiche Unterstützung Erforderlich)

Soziale Kommunikation:

Ausgeprägte Einschränkungen in der verbalen und nonverbalen sozialen Kommunikationsfähigkeit. Die sozialen Beeinträchtigungen sind auch mit Unterstützung deutlich erkennbar, reduzierte Initiierung von sozialen Interaktionen oder abnormale Reaktionen auf soziale Angebote von anderen. Eine Person spricht z.B. in einfachen Sätzen, sie verfügt über eine eigenartige nonverbale Kommunikation und die Interaktion beschränkt sich auf begrenzte Spezialinteressen.

 

Restriktive, repetitive Verhaltensweisen:

Unflexibilität des Verhaltens, Schwierigkeiten im Umgang mit Veränderungen oder andere restriktive/repetitive Verhaltensweisen treten häufig genug auf, um auch für den ungeschulten Beobachter offensichtlich zu sein, und sie beeinträchtigen das Funktionsniveau in einer Vielzahl von Kontexten. Zeigt Unbehagen und/oder hat Schwierigkeiten, den Fokus oder die Handlung zu verändern.

Schweregrad 3
(Sehr Umfangreiche Unterstützung Erforderlich)

Soziale Kommunikation:

Starke Einschränkungen der verbalen und nonverbalen sozialen Kommunikationsfähigkeit verursachen schwerwiegende funktionelle Beeinträchtigungen, eine sehr begrenzte Initiierung sozialer Interaktionen und eine minimale Reaktion auf soziale Angebote von anderen. Eine Person mit Autismus-Spektrum-Störung verfügt z.B. über wenige Worte verständlicher Sprache, initiiert nur selten Interaktionen, und wenn sie dies tut, dann in ungewöhnlicher Form, mit der Absicht, die eigenen Bedürfnissen zu erfüllen. Diese Person reagiert nur auf sehr direkte Kontaktaufnahme.

 

Restriktive, repetitive Verhaltensweisen:

Unflexibilität des Verhaltens, extreme Schwierigkeiten im Umgang mit Veränderungen oder andere restriktive/repetitive Verhaltens- weisen mit ausgeprägten Funktionsbeeinträchtigungen in allen Bereichen. Zeigt großes Unbehagen bzw. hat große Schwierigkeiten, den Fokus oder die Handlung zu verändern.

Glossar kulturell gebundener Leidenskonzepte nach DSM-5

Im Anhang des DSM-5 (APA/Falkai et al., 2015) ist ein Glossar enthalten, welches Beispiele von gut erforschten kulturell gebundenen Leidenskonzepten anführt, die die Relevanz für die klinische Diagnostik und einige Beziehungen zwischen kulturellen Syndromen, Leidensbegriffen und zugrunde liegenden Erklärungen aufzeigen. Eine Auswahl wird im Folgenden dargestellt.

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Ataque de nervios („Nervenattacke“) beschreibt ein Syndrom lateinamerikanischer Herkunft, das durch Symptome intensiver emotionaler Erregtheit bzw. Übererregung, inklusive akuter Angst, Ärger oder Trauer, lautes Herumschreien oder -kreischen, Weinkrämpfe; heftiges Erbeben oder Zittern, Hitzegefühle im Brustbereich, die in den Kopf steigen, sowie durch verbale und physische Aggressivität gekennzeichnet ist. Dissoziatives Erleben (z.B. Depersonalisation, Derealisation, Amnesie), anfallsartige Ohnmacht und suizidale Attitüden können während einiger ataques im Vordergrund stehen, während anderer wiederum nicht. Das Kardinalsymptom einer ataque de nervios ist das Erleben eines Kontrollverlusts. Die Attacken treten als direkte Folge eines belastenden Ereignisses mit Familienbezug auf, wie z.B. der Nachricht des Todes eines nahen Angehörigen, Konflikten mit dem Partner oder Kindern oder Zeuge eines Unfalls zu sein, in den ein Familienmitglied involviert ist. Bei einer Minderheit der Betroffenen werden die ataques nicht durch soziale Ereignisse ausgelöst, stattdessen hat die Vulnerabilität für den Kontrollverlust ihren Ursprung in einem kumulierten Erleben von Leiden. Es wurde keine Eins-zu-Eins-Beziehung zwischen ataques und einer spezifischen psychiatrischen Störung belegt. Dennoch bestehen auf Symptomebene Überlappungen zu einigen Störungen inklusive der Panikstörung, einer anderen näher bezeichneten oder nicht näher bezeichneten Dissoziativen Störung und der Konversionsstörung. In Bevölkerungsstichproben stehen ataques, nachdem eine statistische Anpassung in Bezug auf psychiatrische Diagnosen, Traumaexposition und andere Kovariablen vorgenommen wurde, in Zusammenhang mit Suizidgedanken, Arbeitsunfähigkeit bzw. Alltagseinschränkungen und ambulanten psychiatrischen Behandlungen. Zu beachten ist, dass einige ataques nichtpathologische Ausdrücke eines akuten Stresserlebens (z.B. bei einer Beerdigung) ohne klinische Folgen sind. Der Begriff ataque de nervios kann sich auch auf ein Leidenskonstrukt beziehen, welches jegliche Form „passender“ emotionaler Paroxysmen (z.B. hysterisches Lachen) einschließt, und er darf auch verwendet werden, um eine Episode eines Kontrollverlusts in Bezug auf einen intensiven Stressauslöser zu beschreiben. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: Indisposition auf Haiti, blacking-out im Süden der USA, falling-out im westlichen Indien.

Verwandte Zustände im DSM-5:
Panikattacke, Panikstörung, andere näher bezeichnete oder nicht näher bezeichnete Dissoziative Störung, Konversionsstörung (Störung mit Funktionellen Neurologischen Symptomen), Intermittierende Explosible Störung, andere näher bezeichnete und nicht näher bezeichnete Angststörung, andere näher bezeichnete und nicht näher bezeichnete Trauma- und belastungsbezogene Störungen.


Dhat-Syndrom Der Begriff Dhat-Syndrom wurde in Südasien vor mehr als einem halben Jahrhundert geprägt, um typische klinische Erscheinungsbilder junger Männer zu beschreiben, die ihre Symptome auf die Absonderung bzw. den Verlust von Sperma attribuierten. Ungeachtet des Begriffs handelt es sich nicht um ein abgegrenztes Syndrom, sondern vielmehr um eine kulturelle Erklärung für Stressreaktionen von Patienten, die sich auf verschiedene Symptome wie Angst, Erschöpfung, Schwäche, Gewichtsverlust, Impotenz, andere somatische Beschwerden und depressive Verstimmung beziehen. Das Kardinalmerkmal ist Angst und Stresserleben durch einen Verlust von dhat ohne Vorliegen einer identifizierbaren physiologischen Dysfunktion. Patienten bezeichnen dhat als eine weiße Absonderung, die bei der Defäkation oder dem Urinieren bemerkt wurde. Vorstellungen über diese Absonderung stehen im Zusammenhang mit dem Konzept dhatu (Samen, Sperma), welches im hinduistischen medizinischen System, Ayurveda, als eine der sieben essenziellen Körperflüssigkeiten beschrieben wird und dessen Balance notwendig zur Erhaltung der Gesundheit ist. Obwohl das Dhat-Syndrom als kulturelle Orientierungshilfe für eine lokal begrenzte klinische Praxis formuliert wurde, konnte gezeigt werden, dass vergleichbare Vorstellungen über die schädigenden Folgen von Samenverlust in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet sind. Daher wird eine kulturelle Disposition angenommen, gesundheitliche Probleme und Symptome mit dem Verweis auf dhat zu erklären. Forschungen in der Gesundheitsfürsorge führten zu unterschiedlichen Schätzungen der Syndromprävalenz (z.B. wurden in Indien 64 % der Männer in psychiatrischen Kliniken wegen sexueller Beschwerden behandelt, in Pakistan waren es 30 % der Männer im Kontext allgemeinärztlicher Kliniken). Obwohl das Dhat-Syndrom am häufigsten bei jungen Männern mit vergleichsweise niedrigem sozioökonomischem Status beobachtet wird, können auch Männer im mittleren Erwachsenenalter betroffen sein. Vergleichbare Beschwerden über vaginalen Ausfluss (Leukorrhoe) werden mit einer Variante des Konzepts für Frauen in Zusammenhang gebracht Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: koro in Südostasien, insbesondere Singapur, und shen-k’uei („Nierenschwäche“) in China.

Verwandte Zustände im DSM-5:
Major Depression, Persistierende Depressive Störung (Dysthymie), Generalisierte Angststörung, Somatische Belastungsstörung, Krankheitsangststörung, Erektionsstörung, Vorzeitige (Frühe) Ejakulation, andere näher bezeichnete oder nicht näher bezeichnete Sexuelle Funktionsstörung, Probleme in Schule oder Ausbildung.


Khyâl cap Der Begriff „Khyâl-Attacke“ (khyâl cap) oder „Windattacke“ beschreibt ein Syndrom, dass bei Kambodschanern in den USA und in Kambodscha beschrieben wurde. Typische Symptome sind die einer Panikattacke, wie z.B. Schwindel- oder Benommenheitsgefühle, Herzklopfen, Kurzatmigkeit und kalte Extremitäten oder auch andere Symptome von Angst bzw. autonomer Erregung (z.B. Tinnitus und Nackenschmerzen). Khyâl-Attacken umfassen katastrophisierende Kognitionen, in deren Mittelpunkt die Sorge steht, dass khyâl (eine windähnliche Substanz) im Körper – zusammen mit dem Blut – aufsteigen und eine Reihe schwerwiegender Folgen auslösen könnte (z.B. Zusammenpressen der Lungen, Kurzatmigkeit und Asphyxie, Eindringen in das Cranium und Verursachung von Tinnitus, Schwindel, verschwommenem Sehen und Ohnmachtsanfällen). Khyâl-Attacken können ohne Vorwarnung eintreten, werden aber häufig durch Trigger, wie sorgenvolle Gedanken, Aufstehen (z.B. Orthostase), bestimmte Gerüche mit negativen Assoziationen oder agoraphobische Schlüsselreize, wie beispielsweise in eine Menschenmenge zu gehen oder Auto zu fahren ausgelöst. Khyâl-Attacken erfüllen üblicherweise die Kriterien einer Panikattacke und können das Erleben anderer Angststörungen sowie trauma- und belastungsbezogener Störungen prägen. Khyâl-Attacken können mit erheblichen Beeinträchtigungen bzw. Aktivitätseinschränkungen einhergehen. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: Laos (pen lom), Tibet (srog rlung gi nad), Sri Lanka (vata) und Korea (hwa byung).

Verwandte Zustände im DSM-5:
Panikattacken, Panikstörung, Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Krankheitsangststörung.


Kufungisisa Kufungisisa (in Shona: „zu viel denken“) ist ein Leidenskonstrukt und eine kulturelle Erklärung unter den Shona in Zimbabwe. Im Sinne einer Erklärung wird es als ursächlich für Angst, Depression und somatische Beschwerden betrachtet (z.B. „Mein Herz schmerzt, weil ich zu viel denke“). Als eine Konstruktion zur Kennzeichnung psychosozialen Stresses ist es ein Anzeichen für zwischenmenschliche und soziale Schwierigkeiten (z.B. Eheprobleme; kein Geld zu haben, um für sein Kind zu sorgen). Kufungisisa umfasst Grübeln über beunruhigende Gedanken, insbesondere Sorgen. Kufungisisa ist mit einer Reihe von psychopathologischen Merkmalen wie Angstsymptomen, exzessiven Sorgen, Panikattacken, depressiven Symptomen und Reizbarkeit assoziiert. In einer zufällig gezogenen Bevölkerungsstichprobe berichteten zwei Drittel der mithilfe einer allgemeinen Psychopathologie-Erfassung identifizierten Kufungisisa-Fälle diese Beschwerden. In vielen Kulturen wird „zu viel denken“ als schädigend für den Geist und Körper und als Ursache für spezifische Symptome wie Kopfschmerz und Schwindel betrachtet. „Zu viel denken“ kann auch eine Schlüsselkomponente bei kulturellen Syndromen wie dem brain fag (dt. etwa: „geistige Erschöpfung“) in Nigeria sein. Beim brain fag wird „zu viel denken“ primär auf exzessives Lernen attribuiert, wobei angenommen wird, dass exzessives Lernen insbesondere das Gehirn schädigt und mit Symptomen wie Hitzegefühlen oder kribbelnden Empfindungen im Kopf einhergeht. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: „Zu viel denken“ ist in vielen Ländern und ethnischen Gruppen ein gebräuchliches Leidenskonstrukt und kulturelle Erklärung. Es wurde in Afrika, im karibischen und lateinamerikanischen Raum und bei ostasiatischen und indianischen Gruppen beschrieben.

Verwandte Zustände im DSM-5: Major Depression, Persistierende Depressive Störung (Dysthymie), Generalisierte Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung, Zwangsstörung, Störung durch eine Anhaltende Komplexe Trauerreaktion.

Taijin kyofusho Taijin kyofusho (japanisch für „Störung mit zwischenmenschlicher Angst“) ist als kulturelles Syndrom charakterisiert durch Ängstlichkeit in Bezug auf und Vermeidung von zwischenmenschlichen Situationen aufgrund des Gedankens, Gefühls oder der Überzeugung, dass das eigene Erscheinungsbild oder eigene Handlungen in zwischenmenschlichen Situationen unangemessen oder abstoßend für andere sind. In den USA wird die Variante olfaktorisches Referenzsyndrom unterschieden, bei der die Betroffenen befürchten, ihr Körpergeruch wirke abstoßend auf andere. Personen mit taijin kyofusho neigen dazu, sich auf die Wirkung ihrer Symptome und ihres Verhaltens auf andere zu konzentrieren. Andere Varianten beinhalten hauptsächlich die Sorge, zu erröten (Erythrophobie), abstoßenden Körpergeruch zu haben (olfaktorisches Referenzsyndrom), unangemessenes Blickverhalten zu zeigen (zu viel oder zu wenig Augenkontakt), steife oder ungelenke Gesichtsausdrücke oder Körperbewegungen zu haben (z.B. Versteifung, Zittern) oder körperlich entstellt zu sein Taijin kyofusho ist als Konstrukt breiter gefasst als die Soziale Angststörung im DSM-5. Zusätzlich zur Angst vor Leistungssituationen beinhaltet taijin kyofusho zwei kulturspezifische Formen: einen „sensiblen Typ“ mit extremer sozialer Empfindlichkeit und Ängstlichkeit in Bezug auf zwischenmenschliche Interaktion sowie einen „ausfälligen Typ“ mit der Hauptsorge, andere zu beleidigen. Als Kategorie beinhaltet taijin kyofusho deshalb auch Syndrome mit Merkmalen der Körperdysmorphen Störung und der Wahnhaften Störung. Die Sorgen können einen wahnhaften Charakter annehmen und sprechen dann kaum auf einfaches Rückversichern oder Gegenbeispiele an. Die charakteristischen Merkmale von taijin kyofusho treten in speziellen kulturellen Kontexten auf und soziale Ängstlichkeit hat dabei, je nach Kultur, einen größeren oder geringeren Stellenwert. Vergleichbare Syndrome finden sich in Korea und anderen Gesellschaften, die großen Wert auf die bewusste Wahrung angemessener sozialer Verhaltensweisen in hierarchisch geordneten zwischenmenschlichen Beziehungen legen. Taijin-kyofusho-artige Symptome wurden auch in anderen kulturellen Kontexten beschrieben, darunter die USA, Australien und Neuseeland. Verwandte Zustände in anderen kulturellen Kontexten: Taein kong po in Korea.

Verwandte Zustände im DSM-5: Soziale Angststörung, Körperdysmorphe Störung, Wahnhafte Störung, Zwangsstörung, olfaktorisches Referenzsyndrom (eine Form der nicht näher bezeichneten Zwangsstörung und Verwandten Störungen). Das olfaktorische Referenzsyndrom bezieht sich insbesondere auf die Jikoshu-kyofu-Variante des taijin kyofusho mit dem Kernmerkmal, Angst vor dem Absondern abstoßender Gerüche zu haben. Diese Form findet sich in zahlreichen Kulturen außerhalb Japans.

Zusatzkodierungen für depressive Störungen DSM-5

Bestimmen Sie ebenfalls ob:

Teil- / Vollremittiert

Teilremittiert:
Symptome der unmittelbar letzten depressiven Episode sind vorhanden, die Kriterien werden jedoch nicht vollständig erfüllt oder es gab nach Ende der Episode nur eine Periode von unter 2 Monaten Dauer ohne bedeutsame Symptome einer depressiven Episode.

Vollremittiert:
Während der vergangenen 2 Monate waren keine bedeutsamen Krankheitszeichen oder Symptome der Störung vorhanden.

Aktuellen Schweregrad der Episode einer Major Depression

Der Schweregrad basiert auf der Anzahl der Kriteriensymptome, der Schwere dieser Symptome und dem Grad der funktionellen Beeinträchtigung.

Leicht:
Es treten wenige oder keine Symptome zusätzlich zu den Symptomen auf, die zur Vergabe der Diagnose erforderlich sind; die Intensität der Symptome ist belastend, aber beherrschbar; und die Symptome führen zu geringfügigen Beeinträchtigungen in sozialen oder beruflichen Funktionsbereichen.

Mittel:
Die Anzahl und Intensität der Symptome und/oder funktionellen Beeinträchtigungen liegen zwischen denen, die als „leichtgradig“ und „schwergradig“ bezeichnet werden.

Schwer:
Die Anzahl der Symptome geht deutlich über die Symptome hinaus, die zur Vergabe der Diagnose erforderlich sind; die Intensität der Symptome ist äußerst belastend und nicht zu bewältigen; und die Symptome beeinträchtigen deutlich das soziale und berufliche Funktionsniveau.

Zusatzkodierungen